Friedrich Lindenberg

GeoBusiness Lizenz: Open Data und die sieben Zwerge

IANAL: I am not a lawyer, was folgt ist Laienmeinung vom allerübelsten. Durch einen freundlichen Hinweis von Michael Fanning wurden wir in der letzten Woche auf die GeoBusiness Lizenz aufmerksam gemacht, an der zur Zeit die Kommission für Geoinformationswirtschaft des Wirtschaftsministeriums arbeitet. Auf der Seite werden zur Zeit acht unterschiedliche Lizenzmodelle vorgestellt: eine Lizenz (Ia), welche grob mit der Open Definition vereinbar ist und damit potentiell zur Bereitstellung von Open Data geeignet wäre, sowie sieben abgeleitete, nicht-offene Modelle. Dabei werden verschiedene Eingrenzungen durchgespielt, die vermutlich typisch für die Open Data-Diskussion in Deutschland sind: Es bleibt also zu hoffen, dass auf diese Einschränkungen bei der tatsächlichen Lizenzierung verzichtet wird. Ebenso wäre zu wünschen, dass bei den weiteren Nutzungsbedingungen - die in allen Lizenzvarianten vorgesehen sind - noch aufgeräumt wird: so verletzt die Lizenzbestimmungen, wer mit Hilfe der Daten andere in die Irre führt - ein Vorgang der ja nicht immer wissentlich erfolgt. Auch auf den Luxus eines BSI-konformen Rechenzentrums haben wohl die wenigsten potentiellen Nutzer Zugriff. Insgesamt ist es jedoch überaus ermutigend, dass das BMWi eine Diskussion führen, in der Open Data zumindest als eine der Alternativen zur Wahl steht. Die könnte man dann treffen.