Friedrich Lindenberg

EC-Studie zu Bezahldaten mit Fallstudien aus Deutschland

Im Rahmen der Initiative zur Erneuerung der Public Sector Information-Direktive hat die Europäische Kommission nicht zur einen spannenden ersten Entwurf vorgelegt (unsere Kommentare bereitet aktuell Hauke vor), sondern auch verschiedene Studien zum Thema PSI veröffentlicht. Eine besondere Erwähnung verdient dabei ein Papier zum Pricing Of Public Sector Information.

Nicht nur kommen die Autoren - Deloitte, Citadel und Tech4i2 - zu dem Fazit, dass eine Preissenkung von PSI ökonomisch sinnvoll ist - im Rahmen der Studie werden auch die in Deutschland üblichen Verdächtigen als Case Studies durchgegangen. Das Resultat ist ein spannender Einblick in die finanzielle Struktur deutscher Bezahl-Staatsdaten:

Einigermaßen gut kommt unter den deutschen Beispielen in der Studie lediglich das Bundesamt für Statistik weg, die vor einigen Jahren auf ein Bereitstellungskosten-Modell gewechselt haben (und seither den Zugriff auf die eigenen Statistiken um den Faktor zehn steigern konnten, S. 334).

Was den Verkauf von Geodaten angeht wird die Situation noch ärmlicher, wenn man sich verdeutlicht, dass die Qualität von freien Angeboten wie OpenStreetMap die von vielen kostenpflichten Quellen mittlerweile deutlich hinter sich lässt. Zeiten, in denen die Erlöse - wie aktuell - stagnieren, werden bald die good old days sein.