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		<title>Adhocracy: Konzept-Diskussion</title>
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		<pubDate>Sat, 31 Oct 2009 18:15:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedrich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im Rahmen eines Projekts zur Implementation einer noch umfassenderen Liquid Democracy-Plattform kommt es momentan auf der entsprechenden Adhocracy-Instanz zu einer sehr spannenden Diskussion &#8230; über Adhocracy. Nachdem ich dort zunächst einige Thesen zum Adhocracy-Design getippt hatte, freue ich mich jetzt, dass dort eine Kontroverse aufkeimt. Wer also Lust hat, ein wenig über die Grundsätze von Liquid [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Rahmen <a href="http://demokratie.wikispaces.com/">eines Projekts</a> zur Implementation einer noch umfassenderen <a href="http://wiki.piratenpartei.de/Liquid_Democracy">Liquid Democracy</a>-Plattform kommt es momentan auf der <a href="http://liqd.adhocracy.cc/instance/liqd">entsprechenden Adhocracy-Instanz </a>zu einer <a href="http://liqd.adhocracy.cc/motion/4OD9C">sehr spannenden Diskussion</a> &#8230; über Adhocracy. Nachdem ich dort zunächst einige Thesen zum Adhocracy-Design getippt hatte, freue ich mich jetzt, dass dort eine Kontroverse aufkeimt. Wer also Lust hat, ein wenig über die Grundsätze von Liquid Democracy, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wahlgeheimnis">geheime und namentliche Wahlen</a>, <a href="http://www.usemod.com/cgi-bin/mb.pl?SoftSecurity">Soft Security</a> oder kollektive Intelligenz zu diskutieren: <a href="http://liqd.adhocracy.cc/motion/4OD9C">macht mit</a>!</p>
<p>(Was meint ihr, wie oft bekomme ich das Wort &#8220;Adhocracy&#8221; in einen Satz?)</p>
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		<title>Adhocracy, zweite Version</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Oct 2009 10:34:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedrich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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		<description><![CDATA[Anm.: Dies sind Release-Notes. Für eine bessere Erklärung des &#8220;Warum?&#8221; darf ich euch an die neue FAQ verweisen. 
Was ist nur aus `release early, release often´geworden? Diesmal ist es mir nicht gelungen, denn bei Adhocracy hat sich zu grundlegendes getan. Ich bin ein wenig stolz über das Ergebnis, denn ich glaube Adhocracy beta 2 ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Anm.: Dies sind Release-Notes. Für eine bessere Erklärung des &#8220;Warum?&#8221; darf ich euch an die neue </em><a href="http://piraten.adhocracy.cc/page/faq.html"><em>FAQ</em></a><em> verweisen. </em></p>
<p>Was ist nur aus `release early, release often´geworden? Diesmal ist es mir nicht gelungen, denn bei <a href="http://adhocracy.cc">Adhocracy</a> hat sich zu grundlegendes getan. Ich bin ein wenig stolz über das Ergebnis, denn ich glaube Adhocracy beta 2 ist ein Tool, welches von Gruppen nutzenbringend eingesetzt werden kann.</p>
<h2>Was ist neu?</h2>
<ul>
<li><strong>Ein besseres Interface</strong>. Es ist schick, geräumig, einfach und <a href="http://stackoverflow.com">ein wenig geklaut</a>. Das Ziel war, modulare Interface-Schnipsel zu haben, mit denen ich einfach neue Datenansichten entwerfen kann. Die Schnipsel gibt es nun, und bald wohl auch eine Menge neuer Ansichten.</li>
<li><strong>Graduelle Mitgliedschaft</strong>. Wieder ein (am gleichen Ort!) <a href="http://stackoverflow.com">geklautes</a> Konzept; Benutzer müssen durch gute Kommentare sogenannte Karma-Punkte erwerben um auf fortgeschrittene Funktionen zugreifen zu können. So werden die aktivsten und anerkanntesten Mitglieder der Community automatisch zu deren Moderatoren.<br />
<a href="http://pudo.org/blog/wp-content/uploads/2009/10/Screen-shot-2009-10-28-at-10.33.24-AM.png"><img class="size-medium wp-image-239" title="Screen shot 2009-10-28 at 10.33.24 AM" src="http://pudo.org/blog/wp-content/uploads/2009/10/Screen-shot-2009-10-28-at-10.33.24-AM-300x122.png" alt="Screen shot 2009-10-28 at 10.33.24 AM" width="300" height="122" /></a></li>
<li><strong>Das Wiki-Kommentar-Prinzip</strong>. Eine große Wikiseite ist leider eine schlechte Plattform für inhaltliche Diskussionen. In Adhocracy sind anstatt dessen alle Kommentare Wikiseiten, die jeder Benutzer bearbeiten kann. So soll eine strukturierte Diskussion entstehen, in der jeder zu den Argumenten eines Anderen beitragen kann.<br />
<a href="http://pudo.org/blog/wp-content/uploads/2009/10/Screen-shot-2009-10-28-at-10.36.48-AM.png"><img class="size-medium wp-image-240" title="Screen shot 2009-10-28 at 10.36.48 AM" src="http://pudo.org/blog/wp-content/uploads/2009/10/Screen-shot-2009-10-28-at-10.36.48-AM-300x150.png" alt="Screen shot 2009-10-28 at 10.36.48 AM" width="300" height="150" /></a></li>
<li><strong>Neue Abstimmungsengine</strong>. Den Abstimmungscode habe ich einmal neu geschrieben. Davon sieht man zwar als Anwender nichts, aber das neue Modell soll es mir erlauben jederzeit unterschiedliche Wahlsysteme auszuprobieren. Und es ist weniger buggy.<br />
<a href="http://pudo.org/blog/wp-content/uploads/2009/10/Screen-shot-2009-10-28-at-10.37.22-AM.png"><img class="size-medium wp-image-241" title="Screen shot 2009-10-28 at 10.37.22 AM" src="http://pudo.org/blog/wp-content/uploads/2009/10/Screen-shot-2009-10-28-at-10.37.22-AM-300x125.png" alt="Screen shot 2009-10-28 at 10.37.22 AM" width="300" height="125" /></a></li>
<li><strong>Mehr Dokumentation</strong>. Adhocracy hat mittlerweile eine <a href="http://adhocracy.cc/page/faq.html">recht umfassende FAQ</a>, einen <a href="http://trac.adhocracy.de">Bugtracker</a> der den Fortschritt der Plattform beschreibt und sogar ein wenig <a href="http://docs.adhocracy.de">API-Dokumentation</a> für interessierte Hacker.<br />
<a href="http://pudo.org/blog/wp-content/uploads/2009/10/about_page.png"><img class="size-medium wp-image-243" title="about_page" src="http://pudo.org/blog/wp-content/uploads/2009/10/about_page-300x293.png" alt="about_page" width="300" height="293" /></a><br />
Vielen Dank an dieser Stelle an <a href="http://www.storbeck.me">Martin</a>, der geniale Grafiken zur Erläuterung des Delegated Voting beigetragen hat!</li>
</ul>
<h2>Und jetzt?</h2>
<p>Doch Adhocracy ist nicht fertig, denn es fehlen noch viele essentielle Funktionen, die in den nächsten Versionen folgen werden:</p>
<ul>
<li><strong>Wahl durch Zustimmung</strong>. Bisher können Vorschläge nur einzeln bewertet werden. In Zukunft sollen Beziehungen zwischen einzelnen Vorschlägen (wie: &#8216;braucht&#8217;; &#8216;wiederspricht&#8217;) zu einem zentralen Element der Plattform werden und so logisch konsistente Entscheidungsstrukturen zu garantieren.</li>
<li><strong>Bessere Aktivitäten-Anzeige</strong>. Adhocracy soll seine Nutzer genau informieren, wann und wo neue Beiträge entstehen, und welche Ereignisse für ihn besonders relevant sind. Schon jetzt verfügt Adhocracy über umfassende RSS-Feeds, die Nutzer auf dem Laufenden halten sollen.</li>
<li><strong>Plattform-Integration</strong>. Die Aktivitäten wird Adhocracy nicht für sich behalten, sondern nach außen kommunizieren. Dazu soll eine Integration mit Twitter, Facebook und MediaWiki erfolgen.</li>
</ul>
<p>Aber das ist leider ein wenig Zukunftsmusik.</p>
<p>Heute ausprobieren kann man dafür <a href="http://adhocracy.cc">http://adhocracy.cc</a> &#8211; die Live-Seite. Wer will, kann auch den BSD-lizensierten Code unter <a href="http://trac.adhocracy.de">http://trac.adhocracy.de</a> anschauen.</p>
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		<title>Martin Dörmann: Framing für Angefangene</title>
		<link>http://pudo.org/blog/2009/09/martin-dormann-framing-fur-angefangene/</link>
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		<pubDate>Thu, 17 Sep 2009 09:56:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedrich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Immer wenn man gerade am Zweifeln ist, ob so ein Änderhaken wirklich eine gute Idee ist (Hallo, Herr Seipenbusch), stößt man auf so etwas wie den Fragenkatalog des SPD-Abgeordneten Martin Dörmann zum ZugErschwG:

Wird das Internet hierdurch zensiert?
Nein. Zensur bedeutet, dass eine staatliche Behörde eine Veröffentlichung zulässt, aber ihren Inhalt beeinflusst und verändert. Dagegen wird beim [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Immer wenn man gerade am Zweifeln ist, ob so ein Änderhaken wirklich eine gute Idee ist (Hallo, Herr Seipenbusch), stößt man auf so etwas wie den <a href="http://www.martin-doermann.de/live/wp-content/uploads/2009/06/090619-fragen-und-antworten-kinderpornographie-bekampfungse280a6.pdf">Fragenkatalog des SPD-Abgeordneten Martin Dörmann zum ZugErschwG</a>:</p>
<p><span id="more-217"></span></p>
<blockquote><p><strong>Wird das Internet hierdurch zensiert?</strong><br />
Nein. Zensur bedeutet, dass eine staatliche Behörde eine Veröffentlichung zulässt, aber ihren Inhalt beeinflusst und verändert. Dagegen wird beim Sperren der Kinderpornographie nichts beeinflusst oder verändert, sondern eine bestimmte Art von Veröffentlichung wegen ihrer Strafbarkeit von vornherein gesetzlich ausgeschlossen. Unabhängig davon, auf welchen Verbreitungswegen das geschieht. Das ist nach Artikel 5 des Grundgesetzes zulässig. Denn das strafrechtliche Verbot, Kinderpornographie zu verbreiten, hat allein den Zweck, Kinder vor Missbrauch zu schützen. [...]</p></blockquote>
<p>Ganz klar voraus: Ich bin mir nicht sicher, ob das ZugErschwG als Einstieg in die Zensur zu betrachten ist. Einer Abwägung von Rechtsgütern bin ich grundsätzlich nicht abgeneigt, auch wenn die Regierung bei den Sperren meines Erachtens zu einer falschen Einschätzung gelangt ist.</p>
<p>Aber darum geht es hier nicht. Was Dörmann hier vorlegt ist nichts geringeres als <strong>eine Umdefinition des Begriffes Zensur</strong>. Und eine schlechte noch dazu. Denn was da steht ist, dass weder ein Verbot bestimmter Inhalte, noch eine Indizierung (im vorliegenden Fall sogar ohne richterlichen Beschluss) eine Form der Zensur sei.</p>
<p>Für einen Nicht-Juristen wie mich ist diese Einschränkung kaum nachzuvollziehen. Im Kern von Dörmanns Argumentation muss, wenn auch implizit, die Unterscheidung zwischen Vor- und Nachzensur stehen. Diese juristische Trennung ist &#8211; so mein laienhaftes Verständnis &#8211; die Basis für den Jugendschutz-Index und die strafrechtliche Verfolgung verbotener Inhalte. Aber vielleicht liegt hier auch der Kern für das generationenübergreifende Mißverständnis der Zensursula-Diskussion: <strong>die Unterscheidung zwischen Vor- und Nachzensur basiert auf der Annahme, dass zwischen Produktion und Konsum von Medieninhalten eine Asymmetrie besteht</strong>, dass Veröffentlichung und Zugriff klar zu trennende Handlungen sind. Wenn man beides trennen kann, dann macht es Sinn dass der Staat den Konsum zu verhindern versucht, ohne dabei in das Recht auf Meinungsäußerung einzugreifen. Aber im Web ist diese Trennung fiktional, jeder Zugriff kann auch eine Veröffentlichung sein. Und jeder Eingriff in die Nutzung ist damit auch ein Eingriff in die Produktion.</p>
<p>Sicherlich ist die Lösung nicht der vollkommene Kontrollverlust des Staates. Aber wenn man Gesetze machen will, die hier Lösungen beitragen, dann muss man zuerst eingestehen, dass die rechtlichen Metaphern die in der analogen Welt zum Einsatz kamen hier scheitern. Erst dann kann man neue Begriffe erarbeiten, bei denen es Webnutzern wie mir nicht eiskalt den Rücken hinunter läuft.</p>
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		</item>
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		<title>Die Volkskathedrale und der ein-Themen-Bazaar</title>
		<link>http://pudo.org/blog/2009/09/die-volkskathedrale-und-der-ein-themen-bazaar/</link>
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		<pubDate>Wed, 16 Sep 2009 17:42:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedrich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zweifellos einer der einprägsamsten Begriffe zum Thema Open Source stammt aus Eric Raymonds berühmten Essay The Cathedral and the Bazaar: das plausible Versprechen. Raymond beschreibt den Gedanken so:
When you start community-building, what you need to be able to present is a plausible promise. Your program doesn&#8217;t have to work particularly well. It can be crude, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zweifellos einer der einprägsamsten Begriffe zum Thema Open Source stammt aus Eric Raymonds berühmten Essay <a href="http://www.catb.org/~esr//writings/homesteading/cathedral-bazaar/">The Cathedral and the Bazaar</a>: das <em>plausible Versprechen</em>. Raymond <a href="http://www.catb.org/~esr//writings/homesteading/cathedral-bazaar/ar01s10.html">beschreibt</a> den Gedanken so:</p>
<blockquote><p>When you start community-building, what you need to be able to present is a <em>plausible promise</em>. Your program doesn&#8217;t have to work particularly well. It can be crude, buggy, incomplete, and poorly documented. What it must not fail to do is (a) run, and (b) convince potential co-developers that it can be evolved into something really neat in the foreseeable future.</p></blockquote>
<p><span id="more-209"></span>Liest man diesen Text aus einer politischen Perspektive, dann ist das &#8220;program&#8221; nicht zur Ausführung auf einem Computer sondern auf einem Staat gedacht, ein politisches Programm also. Nun ist es in der Bundesrepublik ungewöhnlich, Parteiprogramme mit Begriffen wie <em>roh</em>, <em>fehlerhaft</em>, <em>unvollständig</em> oder <em>zu wenig erklärt</em> zu beschreiben. Mit einer Ausnahme &#8211; der Piratenpartei. In der Presse hat es sich mittlerweile eingebürgert, die Piraten als eine <em>ein-Themen-Partei</em> zu beschreiben (wobei das Thema &#8220;das Internet&#8221; ist, wenn der Journalist das Programm nicht gelesen hat, oder &#8220;Bürgerrechte&#8221; wenn das nach den genutzten Soundbites unumgänglich wurde).</p>
<p>Die <em>ein-Themen-Partei</em> ist dabei &#8211; wahlweise &#8211; entweder der Beweis, dass Informatiker eine Bürgerinitiative und eine Partei nicht unterscheiden können oder ein netter Aufhänger um in eine mittlerweile etwas müßige Diskussion des sechs-Parteien-Systems überzugehen.</p>
<p>Viel nahe liegender finde ich, dass die Piraten-Nerds einfach nach einem Regelwerk spielen, dass sie längst beherrschen: der Open Source-Entwicklung. Raymonds Essay beantwortet nämlich einige der Fragen, die man zurecht an die Piraten stellen kann, allen Voraus die ein-Themen-Frage: Wird die Piratenpartei ein vollständiges Programm entwickeln?</p>
<blockquote><p>Every good work of software starts by scratching a developer&#8217;s personal itch. [...] If you have the right attitude, interesting problems will find you.</p></blockquote>
<p>Dass die Piraten damit anfangen, Politik im Heimterrain zu machen, ist klar. Die Frage ist vielmehr: Gelingt es den Piraten die <em>richtige Einstellung</em> zu bewahren um auch zum Zuhause anderer politischer Debatten zu werden? Die <em>richtige Einstellung</em> ist im Web: Offen sein, meritokratisch, sachlich. Wer mitmachen will, muss echte Gestaltungsmöglichkeiten ohne institutionelle Zwänge vorfinden.</p>
<blockquote><p>Treating your users as co-developers is your least-hassle route to rapid code improvement and effective debugging.</p></blockquote>
<p>Das klingt nach UserGeneratedWeb2.0Bullshyt, hat sich aber wiederholt als erstaunlich leistungsfähiger Modus bewiesen &#8211; Linux, Wikipedia, OpenStreetMap. Die Piraten sind keine <em>ein-Themen-Partei</em>. Die Piraten sind <em>unfertig</em>. Und <em>unfertig</em> ist in Open Source-Kreisen eine Einladung, ein Aufruf zur Mobilisierung.</p>
<p>Ob diese Adaption einer Methode gelingen wird weiß niemand, schließlich müssen zunächst neue Formen der Kooperation entwickelt werden um einen politischen Bazaar zu schaffen. Das Programm muss gemeinsam erarbeitet und zu Streitfragen ein Konsens gefunden werden. Besonders geeignet für diese Aufgabe ist sicher die <a href="http://www.liqd.de">Liquid Democracy</a>, ein Bugtracker für die Gesellschaft. Sie kann die zentrale Maxime verwirklichen, die in Raymonds&#8217; Essay steckt, <em>Linus&#8217; Law</em>:</p>
<blockquote><p>Given enough eyeballs, all bugs are shallow.</p></blockquote>
<p>Die Piraten wählen heißt nicht nur: Bürgerrechte wählen. Es heißt auch: eine neue Methode wählen, das Experiment einer offenen, gleichberechtigten Politik eingehen.</p>
<p>Wirtschaftskrise, Klimawandel, Bildungspolitik, Steuersystem: wir kommen.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Liquid Democracy</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Sep 2009 18:29:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedrich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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		<description><![CDATA[Seit bald zwei Monaten habe ich mich mittlerweile der Liquid Democracy verschrieben. Deren Ansatz ist es, Demokratie nicht als heilige Staatsform, sondern als ein besonders erfolgreiches Muster sozialer Koordination zu verstehen. Wie kann man es vielen Leuten erlauben, gemeinsam an Entscheidungen über ihr Zusammenleben mitzuwirken?
Diese Frage hat natürlich viele Antworten, die meisten davon gehen aber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit bald zwei Monaten habe ich mich mittlerweile der <a href="http://www.kuro5hin.org/story/2003/7/16/201556/896">Liquid Democracy</a> verschrieben. Deren Ansatz ist es, Demokratie nicht als heilige Staatsform, sondern als ein besonders erfolgreiches <a href="http://designingsocialinterfaces.com/patterns.wiki/index.php?title=Main_Page#Social_Patterns_.26_Best_Practices">Muster sozialer Koordination</a> zu verstehen. Wie kann man es vielen Leuten erlauben, gemeinsam an Entscheidungen über ihr Zusammenleben mitzuwirken?<span id="more-201"></span></p>
<p>Diese Frage hat natürlich viele Antworten, die meisten davon gehen aber von einer <strong>analogen Welt</strong> aus: direkte Kommunikation zwischen den Bürgern ist schwer; Andere mit gleichen oder ähnlichen Interessen zu finden ist schwer; Menschen zu koordinieren ist schwer. Deshalb kommt man zu Konstrukten wie der repräsentativen Demokratie: <a href="http://www.bundestag.de">600 Leute in einem Parlament</a> können vielleicht noch etwas erreichen, solang man ordentliche Regeln zur Gesetzgebung hat. Organisationen wie NGOs oder Parteien hingegen stehen hier vor der Wahl: basisdemokratische Entscheidungen behindern <a href="http://www.iswi.org">durch ihre Trägheit</a> oft eine effektive Entscheidungsfindung, gleichzeitig wären sie zur Einbeziehung der Mitglieder wünschenswert.</p>
<p>Soweit die analoge Welt. <strong>Im Web ändern sich nun aber die Spielregeln</strong>: direkte Kommunikation ist auf einmal <a href="http://twitter.com" target="_blank">trivial</a>; Gleichgesinnte zu finden erledigt oft die Informationsfabrik in der Wolke und um eine Gruppe von Menschen zu koordinieren braucht man nur eine Yahoo! Group oder ein Wiki. Liquid Democracy ist daher im Prinzip <strong>eine Wiki-Demokratie</strong>: Jeder kann Vorschläge einbringen, bestehende Ideen kommentieren und schließlich für oder gegen einen konkreten Antrag stimmen. Hinzu kommt <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Liquid_democracy#Delegated_voting">ein Twist</a>: wenn ich mich nicht qualifiziert fühle zu einem Themengebiet Entscheidungen zu treffen &#8211; oder schlicht keine Lust habe jeden Tag Wikiseiten zu lesen &#8211; dann steht mir frei, meine Stimme an einen anderen zu übertragen. Das kann für ein einzelnes Thema erfolgen, aber auch für einen ganzen Politikbereich.</p>
<p><a href="http://pudo.org/blog/wp-content/uploads/2009/09/adhocracy_button.png"><img class="alignright size-full wp-image-203" title="adhocracy_button" src="http://pudo.org/blog/wp-content/uploads/2009/09/adhocracy_button.png" alt="adhocracy_button" width="116" height="36" /></a>So entsteht eine neue Form der Demokratie, die wirklich verteilt, schnell und offen ist &#8211; ein richtiges Kind des Internet. Demokratisches Management wird damit zu einer pragmatischen Option für Organisationen, die ihre Mitglieder wirklich einbeziehen wollen &#8211; egal wo sie sich grade aufhalten und egal wann sie sich engagieren wollen.</p>
<p>Ein gutes Beispiel dafür ist die <a href="http://piratenpartei.de">Piratenpartei</a>, in deren Programm <a href="http://wiki.piratenpartei.de/Liquid_Democracy">die Liquid Democracy seit der Gründung einen festen Punkt darstellt</a>. Besonders gefreut hat es mich daher, dass ich in Zukunft meinen eigenen Entwurf einer Liquid Democracy, <a href="http://adhocracy.cc">adhocracy.cc</a>, zusammen mit den engagierten Leuten beim Berliner Verein <a href="http://www.liqd.de">liqd</a> voran treiben und nach der Bundestagswahl vielleicht auch dem einen oder anderen Test innerhalb der Piraten unterwerfen kann.</p>
<p>Wer weiß: vielleicht werden wir in ein paar Jahren Liquid Democracy als etabliertes Tool des sozialen Webs in einem Atemzug mit Weblogs, Wikis und Social Networking Services nennen. Mich würde es freuen, denn so würde das Web auf seine eigene Art erwachsen &#8211; indem es lernt, seine eigenen Entscheidugnen zu treffen.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Krieg der ZEIT: Dies ist nicht Sparta!</title>
		<link>http://pudo.org/blog/2009/05/krieg-der-zeit-dies-ist-nicht-sparta/</link>
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		<pubDate>Fri, 29 May 2009 12:15:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedrich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eigentlich mag ich die ZEIT. Nicht nur als Abonnent und Leser sondern auch als Teilnehmer zahlreicher ZEIT-Debatten habe ich mich seit einer Weile als, nunja, &#8230; Freund der Firma verstanden. Umso mehr ärgert es, dass für mich zunehmend der Eindruck entsteht, die Zeitung habe sich seit einigen Monaten zur Speerspitze des deutschen Bildungsbürgertums gegen &#8230; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Eigentlich mag ich die ZEIT. Nicht nur als Abonnent und Leser sondern auch als Teilnehmer zahlreicher ZEIT-Debatten habe ich mich seit einer Weile als, nunja, &#8230; Freund der Firma verstanden. Umso mehr ärgert es, <a href="http://www.zeit.de/2009/15/Google">dass für mich</a> <a href="http://www.perlentaucher.de/artikel/5347.html">zunehmend</a> <a href="http://www.zeit.de/2009/22/Der-Intellektuelle">der Eindruck</a> <a href="http://www.zeit.de/2009/23/Internet-Grenze">entsteht</a>, die Zeitung habe sich seit einigen Monaten zur Speerspitze des deutschen Bildungsbürgertums gegen &#8230; das &#8216;Internet&#8217; ernannt.<span id="more-191"></span> In der wohligen Gewissheit, dass eine solche Behauptung &#8211; grade in einem Blog &#8211; von der Redaktion als &#8216;wüste Verschwörungstheorie&#8217; erkannt wird, hier meine etwas subjektive Rekapitulation der Angelegenheit. Und natürlich: es gibt immernoch die Artikel der <a href="http://www.zeit.de/online/2009/13/boyle-public-domain">&#8216;anderen Seite&#8217;</a> bei der Zeit &#8211; diese werden jedoch als <a href="http://www.zeit.de/2009/16/C-digitales-Publizieren">Antworten</a> <a href="http://www.zeit.de/2009/23/Internet-Freiheit">nachgeschoben</a>, in denen die größten Patzer der jeweiligen Polemik knapp eingefangen werden können.</em></p>
<h2>Dies ist nicht Sparta!</h2>
<p>Wer einen Krieg führen will, der braucht einen Feind. Am besten fängt man mit jemand an, der ohnehin allgemein als unvertrauenswürdig und gefährlich gilt. Im Internet ist das Google. Die haben Microsoft mittlerweile als Superbösewicht überrundet und gelten als Inbegriff des Personendaten-gegen-Shareholder-Value-Tauschers. Das ist ein klein wenig komisch, weil grade Google sich in dieser Hinsicht bisher wenig hat zu Schulden kommen lassen, aber die Möglichkeit zum Mißbrauch der gewonnenen Macht ist für eine Verurteilung mehr als ausreichend (An dieser Stelle. Beim Zensursula-Streit ist die Möglichkeit eines Mißbrauchs kein Anlass zur Sorge).</p>
<p>Dank der bestechenden <a href="http://www.perlentaucher.de/artikel/5347.html">Verbindungslogik</a> des <a href="http://www.textkritik.de/urheberrecht/">Heidelberger Appells</a> ist der Weg von Google zur Open-Access-Bewegung ein kurzer, die Verbindung zu den eng verschwisterten Creative Commons- und Internetpiraterie-Bewegungen ist gemacht. Wer also seine Fotos auf flickr lädt oder in der Wikipedia editiert ist schon impliziert, schliesslich hat er sich als Gegner des geistigen Eigentums bekannt und ist damit nicht nur libertärer Anarchist, sondern auch Brotdieb der denkenden Klasse dieser Welt. Diesen vorpubertär-kindlichen Technokraten steht eine Gruppe von &#8216;Internetexperten&#8217; zur Seite, deren Sachverstand durch einen schnellen Griff in die Zitatekiste des Heise-Forums eindrucksvoll demonstriert ist. (Die Unterscheidung zwischen seriösen Beiträgen und heise-Trolls ist dem Journalisten dabei aus strategischen Gründen vorbehalten, weil es gleichzeitig zu demonstrieren gilt, dass eine sachliche Diskussion in Internet nicht. möglich. ist.)</p>
<p>Drei weitere Werkzeuge helfen, den &#8216;Internetexperten&#8217; den Garaus zu machen:</p>
<ul>
<li>Erstens hilft es, die geistige Stabilität eines Menschen infrage zu stellen, dessen Computer quasi direkt mit üblester Kindesmisshandlung verdrahtet ist und der es dennoch wagt ohne distanzierendes Ave Maria den Browser zu öffnen.</li>
<li>Zweitens haben Lösungsvorschläge von &#8216;Internetexperten&#8217; nur dann Gültigkeit, wenn sie umfangreiche technische Maßnahmen vorsehen. Die Idee beispielsweise, mit umfassenderer Strafverfolgung und polizeilicher Ermittlungsarbeit Jagd auf Kinderschänder zu machen, erfüllt dieses Kriterium nicht. Hier muss den technokratischen &#8216;Internetexperten&#8217; also dringend technische Inkompetenz bescheinigt werden.</li>
<li>Als dritte und letzte Möglichkeit bleibt die Übernahme. Stellt sich heraus, das einer tatsächlich ein kompetenter Internetexperte ist, dann folgt, dass er im eigenen Lager anzusiedeln ist. Larry Lessig beispielsweise wird mit der Aussage zitiert, dass es durchaus möglich sei, die grundsätzliche Struktur des Internets so zu modifizieren, dass sie eine umfassende staatliche Kontrolle zulasse. Das könne man schließlich in jedem seiner vier Bücher zur Thematik nachlesen &#8211; in denen Lessig jedoch im weiteren Verlauf die Gefahr eines solchen Eingriffs beschreibt.</li>
</ul>
<p>Nach dem so der Gegner bestimmt ist, haben uns die letzten beiden Ausgaben der ZEIT einen Bick ins Lager der neuen bundesrepublikanischen Kreuzritter erlaubt: Das einfache Fussvolk nach Bundesbesoldungsordnung A kniet hier vor den Mamorstatuen der verteidigten Gottheiten: der Autor (in seiner Hand das Zepter des UrhG), der Wissenschaftler (dessen Triumphe im Podest von LexisNexis- und Elsevier-Journalausgaben verewigt sind) sowie in der Mitte der Intellektuelle an sich, der mit eiserner Peitsche die Dämonen der Nachfrage und der begrenzten Aufmerksamkeit in ihre Schranken weist.</p>
<p>Das von di Lorenzo &amp; Kollegen umsteckte Schlachtfeld ist damit ein wenig vermessen, aber für mich bleibt die Frage: Entspricht diese Zweiteilung der Meinungen tatsächlich der deutschen Realität? Muss ich wirklich entscheiden, ob ich der einen oder der anderen Seite angehöre? Kurzum: es ist ein kein wohliges Gefühl zum Feindbild des eigenen Informationsversorgers geworden zu sein. Neben reichlicher Selbstreflektion löst es noch eine ganz andere Frage aus: was, wenn das Meinungsblatt ZEIT zunehmend eine ganz besondere vertritt, nämlich: die eigene?</p>
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		<title>tweetvote: Lessons learned</title>
		<link>http://pudo.org/blog/2009/03/tweetvote-lessons-learned/</link>
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		<pubDate>Sun, 08 Mar 2009 12:18:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedrich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Projekte]]></category>
		<category><![CDATA[digitale kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[geeky]]></category>
		<category><![CDATA[programmieren]]></category>
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		<description><![CDATA[Der Hype des Monats März ist Echtzeitsuche. Nachdem die Idee, Twitter &#38; Co könnten eine neue Form der Suche bereitstellen, nicht ganz neu ist hat sie in der vergangenen Woche offiziell Hype-Status erreicht. Spätestens als Eric Schmidt (CEO von Google) dann noch ein wenig Öl in die Flammen gegeben hat, ist &#8220;social search&#8221; abgehoben. Der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Hype des Monats März ist Echtzeitsuche. Nachdem die Idee, Twitter &amp; Co könnten eine neue Form der Suche bereitstellen, nicht ganz neu ist hat sie in der vergangenen Woche <a href="http://www.readwriteweb.com/archives/five_sites_that_let_your_experience_the_real-time.php">offiziell Hype-Status</a> erreicht. Spätestens als Eric Schmidt (CEO von Google) dann noch <a href="http://blogs.reuters.com/mediafile/2009/03/04/googles-schmidt-twitter-is-poor-mans-email/">ein wenig Öl in die Flammen </a>gegeben hat, ist &#8220;social search&#8221; abgehoben. <a href="http://battellemedia.com/archives/004858.php">Der Konsens ist</a>, dass Google Ende des Monats pleite sein und von search.twitter.com ersetzt sein wird. Spätestens Mai.<span id="more-171"></span>Mir soll das ganz recht sein, <a href="http://pudo.org/blog/2009/02/mein-freund-der-tweet/">denn ich finde</a>, dass Twitter als Informationsnexus eine Menge Potential hat. Wenn man denn alles herausnehmen könnte, was Noise und nicht Signal ist. Mit solchen Gedanken begann der Samstagabend der vergangenen Woche. Also ran, <a href="http://tweetvote.infofaktur.de">tweetvote</a> muss entwickelt werden, ein kollaboratives tweet-Filter-System.</p>
<h2>Making of TweetVote</h2>
<p>Nach etwa vier Stunden, die erste Version:</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-medium wp-image-175" title="tv2" src="http://pudo.org/blog/wp-content/uploads/2009/03/picture-71-300x254.png" alt="tv2" width="300" height="254" /></p>
<p style="text-align: left;">Ok, hier kann man voten, das ist gut. Es gibt auch die Möglichkeit, die Site per Tastatur zu bedienen, passt. Aber leider sehen die meisten Nutzer hauptsächlich eine Meldung, nämlich diese:</p>
<p style="text-align: left;"><img class="aligncenter size-medium wp-image-176" title="picture-6" src="http://pudo.org/blog/wp-content/uploads/2009/03/picture-6-300x172.png" alt="picture-6" width="300" height="172" /></p>
<p style="text-align: left;">Das stört, also brauche ich mehr tweets. Und wo findet man die? Richtig, in der twitter-Suche. Die nächste Version &#8211; mittlerweile war es Sonntag &#8211; erlaubte daher, nach einem Begriff zu suchen:</p>
<p style="text-align: left;"><img class="aligncenter size-medium wp-image-177" title="picture-11" src="http://pudo.org/blog/wp-content/uploads/2009/03/picture-11-292x300.png" alt="picture-11" width="292" height="300" /></p>
<p style="text-align: left;">Diese Version bot also unbegrenzt viel Unterhaltung, vorausgesetzt man folgt einem ausreichend aktivem Suchbegriff. Nächstes Problem: meine Tester. Die verlangten nämlich allesamt, die Seite sollte auch etwas für sie tun. Eine vollkommen verfahrene Erwartungshaltung natürlich, schließlich arbeiten Menschen für Computer und nicht andersrum. Aber gut, es kann geholfen werden. Diesmal mit Mehrfachansicht und einem ersten Empfehlungssystem:</p>
<p style="text-align: left;"><img class="aligncenter size-medium wp-image-178" title="picture-14" src="http://pudo.org/blog/wp-content/uploads/2009/03/picture-14-300x166.png" alt="picture-14" width="300" height="166" /></p>
<p style="text-align: left;">Im Hintergrund läuft hier ein Bayes-Classifier (also im Prinzip ein Spam-Filter). Dieser Teil ist aber der am wenigsten aufwändige; hier kann man auf gute Libraries und ein wenig alten Eigencode zurückgreifen.</p>
<p style="text-align: left;">Insgesamt: Sehr schick, man beachte auch das neue Logo, welches zusammen mit Herrn Storbeck entstanden war. Leider ist die Version jedoch nicht mehr interaktiv, also brauche ich wieder meine Tastaturkommandos und ein Voting-System. Hier das Resultat bei der ersten öffentlichen Erwähnung auf Twitter:</p>
<p style="text-align: left;"><img class="aligncenter size-medium wp-image-179" title="picture-22" src="http://pudo.org/blog/wp-content/uploads/2009/03/picture-22-300x221.png" alt="picture-22" width="300" height="221" /></p>
<p style="text-align: left;">Har har, selbst hochgevotet. Mittlerweile unterstützt das Tool sogar mehrere parallele Suchen, was allerdings zu etwas fiesen Ajax-Reloads im Hintergrund führt (&gt;10 Sek.). Die nächsten Schritte sind jetzt:</p>
<ul>
<li>Dokumentation und Publikation der API für die Seite. Wenn eines der großen Twittertools ein Voting einbauen würde, wäre das natürlich eine geniale Gelegenheit mehr Datemn zu sammeln und dadurch bessere Voraussagen machen zu können.</li>
<li>Empfehlungen von Tweets die man weder abonniert noch gesucht hat, die aber besonders gut zum eigenen Profil passen.</li>
<li>Weiterstudieren.</li>
</ul>
<h2>Soziale Suche</h2>
<p>Die meiste Zeit während der Entwicklung habe ich mit Sicherheit mit der Suchfunktion zugebracht. Das war auch so beabsichtigt, schließlich ist das der Hype des Monats. Das Problem ist nur: wenn soziale Suche die Zukunft ist, dann nicht die von Twitter. Das fängt damit an, dass search.twitter.com nicht viel mit twitter.com zu tun hat und andere Datenformate und Metaphern nutzt. Während man bei twitter rückwärts durch die Ergebnisseiten läuft, wechselt das bei search.twitter.com regelmäßig und ein wenig unberechenbar die Richtung.</p>
<p>Keine Chance hat, wer eine Suche zu einem Zeitpunkt beginnt und wenige Sekunden später fortsetzen will: wie in einem Buch ohne Lesezeichen verliert man natürlich jede Information darüber, wo man grade war. Das macht dann &#8220;Rückwärtssuchen&#8221;, also die Suche nach Einträgen die älter als ein bestimmter Referenz-Eintrag sind so gut wie unmöglich. Soziale Suche wird also ziemlich unberechenbar, unvollständig und langsam.</p>
<p>Vielleicht gibt es Google doch noch bis Oktober?</p>
<p><strong>Edit: </strong>Herr Martin S. aus G.-A. findet, dass sein Beitrag im obigen Text zu wenig Erwähnung findet. Es sei daher darauf hingewiesen, dass sein Paintshop-fu nicht nur maßgeblich an der Entstehung des Logos beteiligt war, sondern auch an &#8216;x&#8217;-Symbolen, Pfeilen mit verschiedenen Transparenzgraden und einer Lupe. Seine Rolle im konzeptionellen Teil der Arbeit ist schwer zu quantifizieren, sollte jedoch als grundlegend für den Erfolg des Projektes anerkannt werden. Herr Storbeck dankt seiner Frau, potentiellen Kindern und Martin Löffelholz. &#8211; die Redaktion.</p>
<p><a href="http://pudo.org/blog/wp-content/uploads/2009/03/image_191.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-189" title="image_191" src="http://pudo.org/blog/wp-content/uploads/2009/03/image_191-300x225.jpg" alt="image_191" width="300" height="225" /></a></p>
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		<title>No Maps for these Territories</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Feb 2009 15:05:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedrich</dc:creator>
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		<category><![CDATA[oh-nein-es-wird-ein-youtube-blog]]></category>
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(aus einer Biographie-Doku des Science Fiction-Autors William Gisbon: &#8220;Memory Palace&#8221;, gelesen von Bono)
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			<content:encoded><![CDATA[<p><object width="425" height="344" data="http://www.youtube.com/v/YednCiMuHXA&amp;hl=en&amp;fs=1" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/YednCiMuHXA&amp;hl=en&amp;fs=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /></object></p>
<p>(aus einer Biographie-Doku des Science Fiction-Autors William Gisbon: &#8220;Memory Palace&#8221;, gelesen von Bono)</p>
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		<title>Mein Freund der Tweet</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Feb 2009 15:45:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedrich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neue neue neue Medien]]></category>
		<category><![CDATA[bullshyt]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich sage gerne böse Sachen über Twitter. Zum Beispiel dass man in 140 Zeichen weder ein Argument formulieren noch eines angreifen kann. Oder dass Twitter vermutlich der erste Webdienst ist, dessen User schneller verdummen können als RTL2-Zuschauer. Dass ich es also selber nutze kann ich nur rechtfertigen, indem ich eine „redeeming quality“ benenne, eine entschädigende [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich sage gerne böse Sachen über Twitter. Zum Beispiel dass man in 140 Zeichen weder ein Argument formulieren noch eines angreifen kann. Oder dass Twitter vermutlich der erste Webdienst ist, dessen User schneller verdummen können als RTL2-Zuschauer. Dass ich es also selber nutze kann ich nur rechtfertigen, indem ich eine „redeeming quality“ benenne, eine entschädigende Eigenschaft auf deren Basis mein Verhalten rational bleibt. Also los: <span id="more-155"></span></p>
<p><img class="alignleft size-medium wp-image-156" title="56c57ae6b756827c72be2b537ac1f8c904d2472b" src="http://pudo.org/blog/wp-content/uploads/2009/02/56c57ae6b756827c72be2b537ac1f8c904d2472b-225x300.jpg" alt="56c57ae6b756827c72be2b537ac1f8c904d2472b" width="225" height="300" />Ich glaube, dass Twitter zum ersten Mal einen (post-ökonomischen?) Markt für digitale Information bereitstellt. Seine wesentlichen Eigenschaften sind: (1) er macht nicht nur das Angebot sondern auch die Nachfrage transparent; (2) er bietet Möglichkeiten zur Anbindung der notwendigen Logistik und (3) er berücksichtigt die Nichtrivalität in der Nutzung der vertriebenen Waren.</p>
<p>Zum ersten Punkt: im Gegensatz zur Mehrheit aller Weblogs und konventionellen Webseiten enthält jedes Twitter-Profil die Anzahl seiner Leser. Damit wird allerdings nicht nur – wie bei konventionellen Visitor-Statistiken – die Nachfrage nach der bisher zur Verfügung gestellten Information ausgedrückt, sondern auch die Nachfrage nach zukünftig bereitgestellten Informationen. Ein Follower ist daher ein wenig mit einem Investor vergleichbar: in der Hoffnung zu einem späteren Zeitpunkt einen Informationsgewinn zu erhalten stellt er seine Aufmerksamkeit in der Gegenwart zur Verfügung. (Ich habe wirklich keine Ahnung wovon ich rede. Aber es klingt ok, oder?) Damit steigt im Sinne eines Solidaritätsgutes auch der Wert der Information für deren andere Nutzer.</p>
<p>Zum zweiten Punkt, der Logistik: Twitter bindet sich mit besonderer Leichtigkeit in einen neueren Teil der Internet-Architektur ein, den ich gerne als das „<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Stream_processing">stream-basierte Web</a>“ bezeichnen möchte: anstatt dem gewohnten Pull-System des HTTP wird hier auf ein Publisher/Subscriber-Modell gesetzt, indem man einen gewissen Informationsstrom abonniert, um Neues fortan im Push-Verfahren zugestellt zu bekommen. Das pub/sub-Modell ist notwendig, um einen sinnvollen Ersatz für die aussterbenden Massenmedien (SCNR) konstruieren zu können. Deshalb ist es auch kein Zufall, dass die hier zugrundeliegende Technologie, RSS/Atom, aus dem Bereich der Weblogs, Podcasts und <a href="http://eztv.it">Torrent-Feeds</a> stammt. Mit der entstehenden Integration zwischen diesem Modell und der bestehenden Messaging-Infrastruktur durch XMPP/Jabber-<a href="http://xmpp.org/extensions/xep-0060.html">Erweiterungen für pub/sub</a> entsteht hier ein neues Paradigma der Informationsverteilung im Web. (Ok, der letzte Satz sollte in mein amtliches Bullshit-Führungszeugnis eingetragen werden. Er tut mir leid.)</p>
<p>Letztlich, die Nichtrivalität: die direkte Konsequenz aus dem Eingeständnis, dass Twitter im Prinzip in öffentlichen Gütern handelt ist das Fehlen eines monetären Gegenwertes für die bereitgestellte Information. Deshalb fällt es dem geneigten, aber vermutlich (wie ich) durch mindestens eine VWL-Vorlesung geschädigten Leser auch zunächst schwer, Twitter als Markt im ökonomischen Sinn anzuerkennen. (Überhaupt habe ich den Eindruck, dass es eine direkte Korrelation zwischen der Teilnahme an wirtschaftswissenschaftlichen Lehrveranstaltungen und Realitätsferne gibt.)</p>
<p>Interessant bleibt, dass die Nutzer hier dennoch bereit sind einen Gegenwert zu bieten, der ihnen nur begrenzt zu gebote steht. Ob man den Gegenwert, der auf Twitter gehandelt wird nun Aufmerksamkeit, Selbstwert oder Sozialkapital nennt, ist zweitrangig. Unsere Freunde aus Vertrieb und Werbung sind natürlich fest vom vertrauten Begriff der Aufmerksamkeit überzeugt, was auch erklärt warum sie mittlerweile mehr Microblogging als Koks nutzen. (Auch interessant: der Einfluss von Filtering-Tools auf den Wert eines Followers. Ich freu mich schon auf die Versuche, tweets mit DRM zu schützen um sicherzustellen, dass sie unmodifiziert und unaggregiert beim Opf&#8230; äh Follower ankommen.) Persönlich würde ich’s Sozialkapital taufen, obwohl Narzissmus 2.0 einen knappen zweiten Platz belegt. Aber das – Entschuldigung! – wird schon wieder böse.</p>
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		<title>Common Future Wiki</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Feb 2009 21:51:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedrich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Common Future]]></category>
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		<description><![CDATA[Seit einigen Tagen ist mittlerweile die neue Webseite des Common Future Think Tank online. Ziel war es, ein globales Netzwerk von Studenten zu präsentieren, das gemeinsam nach Lösungen für ökologische, ökonomische und soziale Probleme suchen will.
Nachdem zunächst eine recht konventionelle CMS-Seite mit fertigen Publikationen der Gruppe geplant war, kam es Ende Dezember zur Revolution: wieso [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright size-medium wp-image-151" title="auge" src="http://pudo.org/blog/wp-content/uploads/2009/02/auge-300x154.jpg" alt="auge" width="300" height="154" />Seit einigen Tagen ist mittlerweile die neue Webseite des <a href="http://www.common-future.org">Common Future Think Tank</a> online. Ziel war es, ein globales Netzwerk von Studenten zu präsentieren, das gemeinsam nach Lösungen für ökologische, ökonomische und soziale Probleme suchen will.</p>
<p>Nachdem zunächst eine recht konventionelle CMS-Seite mit fertigen Publikationen der Gruppe geplant war, kam es Ende Dezember zur Revolution: wieso braucht unsere Gruppe denn ein CMS, wenn wir intern längst über ein Wiki verfügen? Könnte es nicht sogar sein, dass unser bislang recht stiefmütterlich genutzes, internes Wiki grade wegen seiner fehlenden Öffentlichkeit nicht wirklich in Gang kommt?</p>
<p><span id="more-149"></span></p>
<p>Und mehr noch: warum wollen wir überhaupt eine Trennung zwischen Intranet und Webseite? Warum wollen wir zwischen Mitgliedern und Fremden unterscheiden? Diese Fragen &#8211; insbesondere im Rahmen eines Besuchs in Hamburg Anfang Januar &#8211; mit manch einem eingefleischtem NGO-Aktivisten zu führen war für mich ein spannendes Projekt. Das tiefe Verständnis für soziale Medien, dass die Teilnehmer der gesamten Diskussion an den Tag legten hat mich ebenso beeindruckt wie der Wille, neue und unerprobte Konzepte zu übernehmen. </p>
<p>Genauso bei der Umsetzung: wie können wir in einem Wiki eine tiefgreifende Diskussion führen? Wie kann ein Wiki eine Community etablieren und aufrechterhalten? Brauchen wir ein eigenes soziales Netzwerk um neben sachlichen Worten auch menschlichen Kontakt zu vermitteln? Diese Fragen hatten sich bei meinen bisherigen <a href="http://amwiki.de">Wiki-Versuchen</a> nicht in dieser Intensität gestellt, sind aber mittlerweile zu den zentralen Herausforderungen von Common Future geworden. Und auch wenn ich bisher nicht glaube, dass wir die Antworten für unsere Gruppe gefunden haben, gibt es erste positive Anzeichen: zur kommenden Klimakonferenz in Kopenhagen findet mittlerweile im neuen Wiki ein recht <a href="http://common-future.org/wiki/Copenhagen_Conference">reger Austausch</a> statt.</p>
<p>Für die Mitglieder der IT-Gruppe von Common Future bleibt aber noch einiges zu tun: viele Wiki-Anfänger sorgen dafür, dass ich mich zeitweise zu regelrechten Move/Delete-Parties genötigt sehe und mir schon ein eigenes Sortiment von <a href="http://common-future.org/wiki/Template:Tldr">Läster-Templates</a> zugelegt habe, mit denen ich die armen Politfrieks bei gegebenem Anlass zurechtstauche. Auch das Layout ist bisher auf eine verständliche Kombination aus Entsetzen und Spott gestoßen, obwohl meine <a href="http://germanwatch.org">unwissenschaftlichen Recherchen</a> zum Thema ergeben hatten, dass besagte Frieks große Fans des &#8230; Minimallayouts sind.</p>
<p>Wer sich also mal einen Eindruck machen will: das <a href="http://common-future.org">Common Future Wiki</a> hat ab sofort 24 Stunden am Tag geöffnet und sucht dringend neue Mitarbeiter.</p>
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		<title>DiKo: you = who? Notizen</title>
		<link>http://pudo.org/blog/2009/01/diko-you-who-notizen/</link>
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		<pubDate>Wed, 28 Jan 2009 20:33:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedrich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neue neue neue Medien]]></category>
		<category><![CDATA[blamieren2.0]]></category>
		<category><![CDATA[digitale kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[ich will ein pony]]></category>
		<category><![CDATA[luftschloss]]></category>
		<category><![CDATA[ranting]]></category>
		<category><![CDATA[whuffie]]></category>

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		<description><![CDATA[Diesmal ein wenig zeitnäher: einige Notizen zur zweiten und letzten DiKo-Vorlesung von Martin und mir. Diesmal ging es um digitale Identität, soziale Netzwerke und Datenschutz. Achja und ich scheine mich geoutet zu haben. Oder so. Strange thing, that. 
Prezi-Fläche
Diesmal gibt es sogar Video, z.B. ein Flash-Video-File, 130MB. 
Quellen (immernoch kein wissenschaftliches Format, aber diesmal sieht es beinahe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Diesmal ein wenig zeitnäher: einige Notizen zur zweiten und letzten DiKo-Vorlesung von Martin und mir. Diesmal ging es um digitale Identität, soziale Netzwerke und Datenschutz. Achja und ich scheine mich geoutet zu haben. Oder so. Strange thing, that. </p>
<p><a href="http://prezi.com/4776/view/">Prezi-Fläche</a></p>
<p>Diesmal gibt es sogar Video, z.B. ein <a href="http://pudo.org/2009/01/DiKo/diko_you_is_who.flv">Flash-Video-File, 130MB</a>. </p>
<p><strong>Quellen</strong> (immernoch kein wissenschaftliches Format, aber diesmal sieht es beinahe so aus): </p>
<ul>
<li>Dirk Hardt auf der OSCON 2005: Identity 2.0, YouTube: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=RrpajcAgR1E">You don&#8217;t know Dick</a></li>
<li>Informationen des BMI <a href="http://www.eu2007.bmi.bund.de/cln_028/nn_662948/Internet/Navigation/DE/Themen/PaesseUndAusweise/PassAusweiswesen__node.html__nnn=true">zum Personalausweis</a></li>
</ul>
<p>AMW 05 auf Twitter:</p>
<ul>
<li><a href="http://pudo.org/2009/01/DiKo/amw05.png.zip">PNG-Grafik</a> (10MB, per Rechtsklick herunterladen)</li>
<li>Python-Skript <a href="http://pudo.org/2009/01/DiKo/amw05crawl.py">amw05crawl.py</a></li>
<li><a href="http://pudo.org/2009/01/DiKo/amw05.graphviz">Follower-Graph von AMW05</a> mit 2 Ebenen Tiefe, 13000 User und 22000 Kanten.</li>
</ul>
<p>Was ist ein Netzwerk:</p>
<ul>
<li>Wikipedia: <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Graph_theory">Graph Theory</a> </li>
<li>Granovetter (1973): <a href="http://www.stanford.edu/dept/soc/people/mgranovetter/documents/granstrengthweakties.pdf">The Strength of Weak Ties</a>, American Journal of Sociology, Vol. 78</li>
<li>Granovetter (1983): <a href="http://www.si.umich.edu/~rfrost/courses/SI110/readings/In_Out_and_Beyond/Granovetter.pdf">SWT: A Network Theory Revisited</a>, Sociological Theory, Vol. 1</li>
<li>Rogers (2003): Diffusion of Innovations, Free Press</li>
<li>Milgram (1967): The Small World Problem, Psychology Today, Vol. 2</li>
<li><strong>B</strong><strong>arabasi (2002): Linked, Penguin (Ein sehr zugängliches Buch zu skalenfreien Netzen)</strong></li>
<li>Barabasi (2003): <a href="http://www.nd.edu/~networks/Publication%20Categories/01%20Review%20Articles/ScaleFree_Scientific%20Ameri%20288,%2060-69%20(2003).pdf">Scale-Free Networks</a>, Scientific American </li>
<li>CCNR: <a href="http://www.nd.edu/~networks/">Center for Complex Network Research</a>, Notre Dame Univ. </li>
<li>Berners-Lee (2007): <a href="http://www.w3.org/DesignIssues/Abstractions.html">Levels of Abstraction: Net, Web, Graph </a></li>
</ul>
<p>Sozialkapital &#8211; die in der Vorlesung zitierte Definition entstammte einem zusammenfassenden Text:</p>
<ul>
<li><strong>A</strong><strong>dler, Kwon (2002): Social Capital: Prospects for a New Concept.</strong> The Academy of Management Review, Vol. 27: <a href="http://www.jstor.org/stable/4134367">Kaufen</a> oder <a href="http://pudo.org/2009/01/DiKo/SC_Overview.pdf">klauen</a>. </li>
<li>Weiterhin kann ich folgenden <a href="http://pudo.org/2009/01/DiKo/SC_Suhrkamp.pdf">Ausschnitt aus einem Suhrkamp-Band von Bourdieu</a> empfehlen, obwohl seine hier vorgestellte Definition wesentlich engeschränkter und weniger präzise ist.</li>
<li>&#8220;<a href="http://pudo.org/2009/01/DiKo/SC_Network.pdf">The Network Structure of Social Capital</a>&#8221; (Burt, 2000): hier wird eine direkte Beziehung zwischen Netzwerktheorie und Sozialkapital hergestellt.</li>
<li>Lin, 2001: Social Capital: A Theory of Social Structure and Action, Cambridge U. Press: Umfangreiches &#8220;Standardwerk&#8221; zum Thema.</li>
</ul>
<p>Topologien für Soziale Netzwerke:</p>
<ul>
<li><strong>Zentralisierte Systeme</strong>: <a href="http://developers.facebook.com/connect.php">Facebook Connect</a>, <a href="http://developer.myspace.com/Community/blogs/devteam/archive/2008/12/09/introducing-the-myspace-open-platform-and-myspaceid.aspx">MySpace ID</a>, <a href="https://accountservices.passport.net/ppnetworkhome.srf?vv=600&amp;lc=1033">Microsoft Passport</a></li>
<li><strong>Dezentralisierte Standards</strong>:</li>
<li><a href="http://openid.net/what/">OpenID</a></li>
<li><a href="http://oauth.net/">OAuth</a></li>
<li><a href="http://microformats.org/">Microformats</a>: <a href="http://microformats.org/wiki/hcard">hCard</a>, <a href="http://gmpg.org/xfn">XFN</a></li>
<li><a href="http://www.foaf-project.org/">FoaF</a></li>
<li><a href="http://portablecontacts.net/">PortableContacts</a></li>
<li><a href="http://xmpp.org/">XMPP (aka Jabber)</a></li>
<li>tbd. <a href="http://therealmccrea.com/2009/01/08/live-blogging-from-the-activity-streams-meetup/">Activity Streams</a></li>
<li><a href="http://web.resource.org/rss/1.0/">RSS</a>/<a href="http://bitworking.org/projects/atom/draft-ietf-atompub-protocol-06.html">Atom</a></li>
<li><a href="http://www.socialtext.net/ssa/index.cgi?whuffie">Whuffie</a> (Konzept aus <a href="http://craphound.com/down/download.php">Down and out in the Magic Kindom</a> v. <a href="http://boingboing.net/">C. Doctorow</a>)</li>
<li><a href="https://github.com/">GitHub</a>: Dezentrale Dateiverwaltung (i.e. Code), siehe auch: <a href="http://git-scm.com/">Git</a>, <a href="http://www.selenic.com/mercurial/wiki/">Mercurial</a>, <a href="http://bazaar-vcs.org/">Bazaar</a></li>
<li>insgesamt: <a href="http://code.google.com/apis/opensocial/">OpenSocial</a> (Google), <a href="http://diso-project.org/">DiSo</a> (ein paar deutsche Hacker), <a href="http://appleseed.sourceforge.net/">Appleseed</a></li>
</ul>
<p>Datenschutz und Privatsphäre:</p>
<ul>
<li>Plomlompom auf dem 25C3: <a href="http://events.ccc.de/congress/2008/Fahrplan/attachments/1222_postprivacy.pdf">Embracing Post-Privacy</a></li>
<li>Facebook: <a href="http://works.bepress.com/cgi/viewcontent.cgi?article=1019&amp;context=james_grimmelmann">Privacy</a></li>
<li>Def. <a href="http://plato.stanford.edu/entries/privacy/">Privacy (Stanford Dictionary of Philosophy)</a></li>
<li><a href="http://wearcam.org/sousveillance.htm">Sousveillance</a> vs. <a href="http://wearcam.org/anonequity.htm">Equiveillance</a> </li>
</ul>
<p><span> </span></p>
<p><span> </span></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://pudo.org/blog/2009/01/diko-you-who-notizen/feed/</wfw:commentRss>
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		</item>
		<item>
		<title>DiKo: free = rich Notizen</title>
		<link>http://pudo.org/blog/2009/01/diko-free-rich-notizen/</link>
		<comments>http://pudo.org/blog/2009/01/diko-free-rich-notizen/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 24 Jan 2009 19:31:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedrich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neue neue neue Medien]]></category>
		<category><![CDATA[blamieren2.0]]></category>
		<category><![CDATA[digitale kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[web2.0]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein wenig spät hier der Link zur DiKo-Vorlesung zum Thema &#8220;commons-based peer production&#8221;, die Martin und ich am vergangenen Dienstag gehalten haben:

Prezi-Fläche

 
Wie es sich für gute möchtegern-Akademiker gehört haben wir natürlich ein paar Quellen (Update: nö, das sind keine wirklichen Zitate, sondern Anregungen zum Weiterlesen): 

Barlow: Declaration of Independence (of Cyberspace) 
Information wants to be free  
Eric Raymond: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein wenig spät hier der Link zur DiKo-Vorlesung zum Thema &#8220;commons-based peer production&#8221;, die Martin und ich am vergangenen Dienstag gehalten haben:</p>
<ul>
<li><a href="http://prezi.com/3608/" target="_blank">Prezi-Fläche</a></li>
</ul>
<p> </p>
<p>Wie es sich für gute möchtegern-Akademiker gehört haben wir natürlich ein paar Quellen (<strong>Update: </strong>nö, das sind keine wirklichen Zitate, sondern Anregungen zum Weiterlesen): </p>
<ul>
<li>Barlow: <a href="http://homes.eff.org/~barlow/Declaration-Final.html">Declaration of Independence (of Cyberspace)</a> </li>
<li>Information <a href="http://www.anu.edu.au/people/Roger.Clarke/II/IWtbF.html">wants to be free</a>  </li>
<li><strong>Eric Raymond: </strong><strong><a href="http://catb.org/~esr/writings/cathedral-bazaar/">The Cathedral and the Bazaar</a></strong> </li>
<li><strong>Lawrence Lessig</strong> (Permission Culture vs. <span class="nobr"><a rel="nofollow" href="http://remix.lessig.org/">Remix</a></span> Culture): <span class="nobr"><a rel="nofollow" href="http://www.free-culture.cc/freeculture.pdf">Free Culture</a></span> </li>
<li>Weinberger: <span class="nobr"><a rel="nofollow" href="http://www.everythingismiscellaneous.com/wp-content/samples/eim-sample-chapter1.html">Ordnung im Web</a></span> </li>
<li>CBPP in Bezug auf Lernen: <span class="nobr"><a rel="nofollow" href="http://www.itofisher.com/mito/publications/">Mimi Ito</a></span> (insb. <span class="nobr"><a rel="nofollow" href="http://digitalyouth.ischool.berkeley.edu/files/report/digitalyouth-TwoPageSummary.pdf">digital youth</a></span>)</li>
<li><strong>Shirky: Here Comes Everybody</strong>: <span class="nobr"><a rel="nofollow" href="http://www.amazon.de/Here-Comes-Everybody-Organizing-Organizations/dp/1594201536/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books-intl-de&amp;qid=1232222768&amp;sr=8-1">Amazon</a></span> (&#8221;Hauptquelle&#8221;: etwa 50% des Referats werden hier in der einen oder anderen Form behandelt.)
<ul>
<li>Here Comes Everybody Links <span class="nobr"><a rel="nofollow" href="http://mymindonbooks.com/?p=541">I</a></span> , <span class="nobr"><a rel="nofollow" href="http://mymindonbooks.com/?p=542">II</a></span>  </li>
<li><span class="nobr"><a rel="nofollow" href="http://shirky.com/writings/weblogs_publishing.html">Über Weblogs</a></span>  und <span class="nobr"><a rel="nofollow" href="http://www.shirky.com/writings/ontology_overrated.html">Ontologien</a></span></li>
<li>Shirky zu den <a href="http://www.youtube.com/watch?v=A_0FgRKsqqU">4 Ebenen der Kollaboration</a> </li>
<li><span class="nobr"><a rel="nofollow" href="http://www.youtube.com/watch?v=Xe1TZaElTAs">Love, Internet Style</a></span></li>
<li><span class="nobr"><a rel="nofollow" href="http://www.youtube.com/watch?v=AyoNHIl-QLQ">Where do people find the time?</a></span> </li>
</ul>
</li>
</ul>
<ul>
<li>Bruce <span class="nobr"><a rel="nofollow" href="http://odeo.com/episodes/10977593-Bruce-Sterling-SXSW-2007">Sterling auf der SXSWi 2007</a></span>: &#8220;Hauptquelle&#8221;: die anderen 50% des Referats sind von hier geklaut <img src='http://pudo.org/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </li>
<li><strong>Benkler The Wealth of Networks: </strong>(<span class="nobr"><a rel="nofollow" href="http://benkler.org/Benkler_Wealth_Of_Networks.pdf">Buch als PDF</a></span>), <span class="nobr"><a rel="nofollow" href="http://yupnet.org/benkler/archives/13#12">Ein sehr lesenswertes Kapitel</a></span>
<ul>
<li>Auch: <span class="nobr"><a rel="nofollow" href="http://www.benkler.org/CoasesPenguin.html">Coase 2.0 (Coase&#8217;s Penguin)</a></span> </li>
</ul>
</li>
<li>Hardin: The Tragedy of the Commons: PDF <span class="nobr"><a rel="nofollow" href="http://www.garretthardinsociety.org/articles/art_tragedy_of_the_commons.html">1968 (Science)</a></span> </li>
<li>vs. Bricklin: <span class="nobr"><a rel="nofollow" href="http://www.bricklin.com/speeches/c-of-c/">Cornucopia of the Commons</a></span> </li>
<li>Zittrain: The Future of the Internet (and how to Stop it):  S. 70ff: <span class="nobr"><a rel="nofollow" href="http://futureoftheinternet.org/static/ZittrainTheFutureoftheInternet.pdf">Download PDF</a></span> </li>
<li><a href="http://cyber.law.harvard.edu">Berkman Center </a></li>
</ul>
<p> </p>
<p>RfC!</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Einmal Webservice schreiben, bitte&#8230;</title>
		<link>http://pudo.org/blog/2008/12/einmal-webservice-schreiben-bitte/</link>
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		<pubDate>Fri, 19 Dec 2008 09:57:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedrich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[programmieren]]></category>
		<category><![CDATA[reputes]]></category>
		<category><![CDATA[weltherrschaft]]></category>
		<category><![CDATA[whuffie]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230; danach schreib ich ne Bachelorarbeit, versprochen!
 
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://pudo.org/blog/wp-content/uploads/2008/12/picture-18.png"><img class="size-medium wp-image-126 aligncenter" title="status" src="http://pudo.org/blog/wp-content/uploads/2008/12/picture-18-300x61.png" alt="" width="300" height="61" /></a>&#8230; danach schreib ich ne Bachelorarbeit, versprochen!</p>
<p style="text-align: center;"> </p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Zeitungssterben: death to the infidels?</title>
		<link>http://pudo.org/blog/2008/12/zeitungssterben-death-to-the-infidels/</link>
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		<pubDate>Mon, 08 Dec 2008 19:41:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedrich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[bald mehr Wälder]]></category>
		<category><![CDATA[finanzkrise]]></category>
		<category><![CDATA[Neue neue neue Medien]]></category>
		<category><![CDATA[web2.0]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn an einem einzigen Tag die Tribune Company (mit Chicago Tribune und LA Times) bankrupt geht und die New York Times Company eine Hypothek auf das eigene Hauptquartier aufnehmen muss, dann braucht man keine Deutung: der US-amerikanischen Zeitungslandschaft geht es ziemlich mies. 
Die genannten Gründe sind immer die drei gleichen: die Finanzkrise zerstört nicht nur die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://pudo.org/blog/wp-content/uploads/2008/12/failwhale.png"><img class="alignright size-medium wp-image-124" title="failwhale" src="http://pudo.org/blog/wp-content/uploads/2008/12/failwhale-300x225.png" alt="" width="300" height="225" /></a>Wenn an einem einzigen Tag die Tribune Company (mit Chicago Tribune und LA Times) <a href="http://dealbook.blogs.nytimes.com/2008/12/08/tribune-files-for-bankruptcy/">bankrupt geht</a> und die New York Times Company eine <a href="http://www.marketwatch.com/news/story/new-york-times-co-prudence/story.aspx?guid=%7BBB2CCF9C-8221-4194-8054-55724D5B3C87%7D&amp;dist=msr_15">Hypothek auf das eigene Hauptquartier</a> aufnehmen muss, dann braucht man keine Deutung: der US-amerikanischen Zeitungslandschaft geht es ziemlich mies. </p>
<p>Die genannten Gründe sind immer die drei gleichen: die Finanzkrise zerstört nicht nur die Möglichkeiten zur Finanzierung sondern auch den Werbemarkt und sinkende Abonnentenzahlen reduzieren das Einkommen der betroffenen Unternehmen. Gleichzeitig ist das Online-Geschäft der Zeitungen noch immer nicht profitabel, während die Werbedollars ins Internet abwandern.</p>
<p>Und während ich eine solche Entwicklung abstrakt schon eine Weile angenommen habe, bin ich überrascht wie schnell es nun abwärts geht. Nicht zuletzt, weil es noch kein voll entwickeltes Substitutionsprodukt zum Qualitätsjournalismus gibt. Das macht die Situation nicht nur für die betroffenen Unternehmen, sondern auch für die Bürger der USA besonders unangenehm. Solch einen Ersatz hatte man schliesslich immer <a href="http://epic.makingithappen.co.uk/">irgendwie angenommen</a> &#8211; aber HuffPo, DailyKos oder Drudge können diese Lücke ebenso wenig füllen wie die online-only-Ausgaben der traditionellen Zeitungen (siehe CSMonitor). Da muss selbst ich als hartgesottener Digitalisierungsfan die Handbremse ziehen und Bauchschmerzen bekommen. </p>
<p>Es wird also dringend Zeit, dass die reddit- und Digg-Leute mal die Köpfe zusammenstecken und eine Social-News-Seite entwickeln, die nicht innerhalb von Monaten zum Trollzoo degeneriert. Vielleicht sollten sie da Heise fragen.</p>
<p><b>Update:</b> Auf CNN <a href="http://money.cnn.com/2009/01/07/technology/lashinsky_google.fortune/index.htm">wünscht</a> sich auch Eric Schmidt eine Antwort auf diese Fragen. Immerhin scheint Google aber gewillt zu sein, an einer Lösung des Problems beteiligt zu sein.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>MedienBewusst: das Portal</title>
		<link>http://pudo.org/blog/2008/12/medienbewusst-das-portal/</link>
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		<pubDate>Mon, 08 Dec 2008 12:00:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedrich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Neue neue neue Medien]]></category>
		<category><![CDATA[web1.2pl3]]></category>
		<category><![CDATA[zeitschrift ohne papier]]></category>

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		<description><![CDATA[Am vergangenen Donnerstag startete mit medienbewusst.de ein neues Portal im AMW-Umfeld. Mit dem Ziel, die &#8216;breite Öffentlichkeit&#8217; über den Umgang von Kindern mit Medien zu informieren wurde die Seite von einigen fleißigen Kommilitonen als Medienprojekt umgesetzt. 
Ich muss zugeben: ich bin beeindruckt von dem Aufwand, der mit diesem Portal betrieben wurde. Sponsoren wurden gefunden, prominente Schirmherren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am vergangenen Donnerstag startete mit <a href="http://www.medienbewusst.de/">medienbewusst.de</a> ein neues Portal im AMW-Umfeld. Mit dem Ziel, die &#8216;breite Öffentlichkeit&#8217; über den Umgang von Kindern mit Medien zu informieren wurde die Seite von einigen fleißigen Kommilitonen als Medienprojekt umgesetzt. </p>
<p>Ich muss zugeben: ich bin beeindruckt von dem Aufwand, der mit diesem Portal betrieben wurde. Sponsoren wurden gefunden, prominente Schirmherren und &#8211; am wichtigsten &#8211; die Seite startete mit einem umfangreichen Ausgangsset von Artikeln. So umfangreich, dass man beinahe ein wenig verloren geht in den vielen Themengebieten und Texten.</p>
<p>Dieser Eindruck entsteht für mich jedoch auch dadurch, dass ich nicht zur Zielgruppe der Seite gehöre: weder habe ich ein Kind, eine Schulklasse zu unterrichten oder einen Kindergarten in meiner Gewalt. Da liegt vielleicht auch ein wenig das Problem der Seite: ich glaube das Portal hat keine richtige Niche für sich gefunden. Angesprochen werden sollen alle, die mit Kindern zu tun haben, Inhalte reichen von Wissenschaft bis Popkultur, bezogen auf ein sehr weites Spektrum unterschiedlicher Medien und die Seite selbst lässt sich sowohl als journalistisches Online-Magazin, Diskussionsforum, Promi-Charity oder gar PR-Publikation einer Branche verstehen. </p>
<p>Diese &#8220;ganz große Klammer&#8221; wirkt daher noch ein wenig gestelzt: die Seite wirkt zu journalistisch um eine eigene Community einzuladen, zu peppig um als Quelle wissenschaftlicher Ergebnisse Vertrauen zu erwecken und zu synthetisch um Eltern emotional anzusprechen. Schuld an letzterem sind vor allem die vielen Stock Fotos, die geschminkte Kinder in einer Welt ohne visuelle Tiefe darstellen &#8211; eine gefährliche Metapher.</p>
<p>Vielleicht muss man ein wenig kleiner ansetzen: ein Online-Magazin über Internet und Handy für interessierte Eltern. Wenn das Portal sich so einschränkt erleichtert das nicht nur den Zugriff zu inhaltlicher Tiefe, man kann auch eine bessere Navigation erstellen, die sich an Fragen orientiert die Eltern leicht beantworten können: Welche Medien nutzt mein Kind? Wie alt ist es? Was ist meine Sorge? </p>
<p>Das soll mich jedoch nicht von einem positiven Fazit abhalten: mit dem richtigen SEO kann <a href="http://medienbewusst.de">medienbewusst.de</a> einen sehr wertvollen Beitrag zum Sortiment der im Web verfügbaren Informationen zu bestimmten medienpädagogischen Fragestellungen leisten. Ob es sich bei diesen Beiträgen dann jedoch um Feuilleton oder Populärwissenschaft handelt, sollte dabei noch klarer gestellt werden um medienbewusst als Marke zu etablieren.</p>
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