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	<title>pudoblog &#187; bullshyt</title>
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		<title>Krieg der ZEIT: Dies ist nicht Sparta!</title>
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		<pubDate>Fri, 29 May 2009 12:15:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedrich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eigentlich mag ich die ZEIT. Nicht nur als Abonnent und Leser sondern auch als Teilnehmer zahlreicher ZEIT-Debatten habe ich mich seit einer Weile als, nunja, &#8230; Freund der Firma verstanden. Umso mehr ärgert es, dass für mich zunehmend der Eindruck entsteht, die Zeitung habe sich seit einigen Monaten zur Speerspitze des deutschen Bildungsbürgertums gegen &#8230; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Eigentlich mag ich die ZEIT. Nicht nur als Abonnent und Leser sondern auch als Teilnehmer zahlreicher ZEIT-Debatten habe ich mich seit einer Weile als, nunja, &#8230; Freund der Firma verstanden. Umso mehr ärgert es, <a href="http://www.zeit.de/2009/15/Google">dass für mich</a> <a href="http://www.perlentaucher.de/artikel/5347.html">zunehmend</a> <a href="http://www.zeit.de/2009/22/Der-Intellektuelle">der Eindruck</a> <a href="http://www.zeit.de/2009/23/Internet-Grenze">entsteht</a>, die Zeitung habe sich seit einigen Monaten zur Speerspitze des deutschen Bildungsbürgertums gegen &#8230; das &#8216;Internet&#8217; ernannt.<span id="more-191"></span> In der wohligen Gewissheit, dass eine solche Behauptung &#8211; grade in einem Blog &#8211; von der Redaktion als &#8216;wüste Verschwörungstheorie&#8217; erkannt wird, hier meine etwas subjektive Rekapitulation der Angelegenheit. Und natürlich: es gibt immernoch die Artikel der <a href="http://www.zeit.de/online/2009/13/boyle-public-domain">&#8216;anderen Seite&#8217;</a> bei der Zeit &#8211; diese werden jedoch als <a href="http://www.zeit.de/2009/16/C-digitales-Publizieren">Antworten</a> <a href="http://www.zeit.de/2009/23/Internet-Freiheit">nachgeschoben</a>, in denen die größten Patzer der jeweiligen Polemik knapp eingefangen werden können.</em></p>
<h2>Dies ist nicht Sparta!</h2>
<p>Wer einen Krieg führen will, der braucht einen Feind. Am besten fängt man mit jemand an, der ohnehin allgemein als unvertrauenswürdig und gefährlich gilt. Im Internet ist das Google. Die haben Microsoft mittlerweile als Superbösewicht überrundet und gelten als Inbegriff des Personendaten-gegen-Shareholder-Value-Tauschers. Das ist ein klein wenig komisch, weil grade Google sich in dieser Hinsicht bisher wenig hat zu Schulden kommen lassen, aber die Möglichkeit zum Mißbrauch der gewonnenen Macht ist für eine Verurteilung mehr als ausreichend (An dieser Stelle. Beim Zensursula-Streit ist die Möglichkeit eines Mißbrauchs kein Anlass zur Sorge).</p>
<p>Dank der bestechenden <a href="http://www.perlentaucher.de/artikel/5347.html">Verbindungslogik</a> des <a href="http://www.textkritik.de/urheberrecht/">Heidelberger Appells</a> ist der Weg von Google zur Open-Access-Bewegung ein kurzer, die Verbindung zu den eng verschwisterten Creative Commons- und Internetpiraterie-Bewegungen ist gemacht. Wer also seine Fotos auf flickr lädt oder in der Wikipedia editiert ist schon impliziert, schliesslich hat er sich als Gegner des geistigen Eigentums bekannt und ist damit nicht nur libertärer Anarchist, sondern auch Brotdieb der denkenden Klasse dieser Welt. Diesen vorpubertär-kindlichen Technokraten steht eine Gruppe von &#8216;Internetexperten&#8217; zur Seite, deren Sachverstand durch einen schnellen Griff in die Zitatekiste des Heise-Forums eindrucksvoll demonstriert ist. (Die Unterscheidung zwischen seriösen Beiträgen und heise-Trolls ist dem Journalisten dabei aus strategischen Gründen vorbehalten, weil es gleichzeitig zu demonstrieren gilt, dass eine sachliche Diskussion in Internet nicht. möglich. ist.)</p>
<p>Drei weitere Werkzeuge helfen, den &#8216;Internetexperten&#8217; den Garaus zu machen:</p>
<ul>
<li>Erstens hilft es, die geistige Stabilität eines Menschen infrage zu stellen, dessen Computer quasi direkt mit üblester Kindesmisshandlung verdrahtet ist und der es dennoch wagt ohne distanzierendes Ave Maria den Browser zu öffnen.</li>
<li>Zweitens haben Lösungsvorschläge von &#8216;Internetexperten&#8217; nur dann Gültigkeit, wenn sie umfangreiche technische Maßnahmen vorsehen. Die Idee beispielsweise, mit umfassenderer Strafverfolgung und polizeilicher Ermittlungsarbeit Jagd auf Kinderschänder zu machen, erfüllt dieses Kriterium nicht. Hier muss den technokratischen &#8216;Internetexperten&#8217; also dringend technische Inkompetenz bescheinigt werden.</li>
<li>Als dritte und letzte Möglichkeit bleibt die Übernahme. Stellt sich heraus, das einer tatsächlich ein kompetenter Internetexperte ist, dann folgt, dass er im eigenen Lager anzusiedeln ist. Larry Lessig beispielsweise wird mit der Aussage zitiert, dass es durchaus möglich sei, die grundsätzliche Struktur des Internets so zu modifizieren, dass sie eine umfassende staatliche Kontrolle zulasse. Das könne man schließlich in jedem seiner vier Bücher zur Thematik nachlesen &#8211; in denen Lessig jedoch im weiteren Verlauf die Gefahr eines solchen Eingriffs beschreibt.</li>
</ul>
<p>Nach dem so der Gegner bestimmt ist, haben uns die letzten beiden Ausgaben der ZEIT einen Bick ins Lager der neuen bundesrepublikanischen Kreuzritter erlaubt: Das einfache Fussvolk nach Bundesbesoldungsordnung A kniet hier vor den Mamorstatuen der verteidigten Gottheiten: der Autor (in seiner Hand das Zepter des UrhG), der Wissenschaftler (dessen Triumphe im Podest von LexisNexis- und Elsevier-Journalausgaben verewigt sind) sowie in der Mitte der Intellektuelle an sich, der mit eiserner Peitsche die Dämonen der Nachfrage und der begrenzten Aufmerksamkeit in ihre Schranken weist.</p>
<p>Das von di Lorenzo &amp; Kollegen umsteckte Schlachtfeld ist damit ein wenig vermessen, aber für mich bleibt die Frage: Entspricht diese Zweiteilung der Meinungen tatsächlich der deutschen Realität? Muss ich wirklich entscheiden, ob ich der einen oder der anderen Seite angehöre? Kurzum: es ist ein kein wohliges Gefühl zum Feindbild des eigenen Informationsversorgers geworden zu sein. Neben reichlicher Selbstreflektion löst es noch eine ganz andere Frage aus: was, wenn das Meinungsblatt ZEIT zunehmend eine ganz besondere vertritt, nämlich: die eigene?</p>
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		<title>Mein Freund der Tweet</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Feb 2009 15:45:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedrich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich sage gerne böse Sachen über Twitter. Zum Beispiel dass man in 140 Zeichen weder ein Argument formulieren noch eines angreifen kann. Oder dass Twitter vermutlich der erste Webdienst ist, dessen User schneller verdummen können als RTL2-Zuschauer. Dass ich es also selber nutze kann ich nur rechtfertigen, indem ich eine „redeeming quality“ benenne, eine entschädigende [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich sage gerne böse Sachen über Twitter. Zum Beispiel dass man in 140 Zeichen weder ein Argument formulieren noch eines angreifen kann. Oder dass Twitter vermutlich der erste Webdienst ist, dessen User schneller verdummen können als RTL2-Zuschauer. Dass ich es also selber nutze kann ich nur rechtfertigen, indem ich eine „redeeming quality“ benenne, eine entschädigende Eigenschaft auf deren Basis mein Verhalten rational bleibt. Also los: <span id="more-155"></span></p>
<p><img class="alignleft size-medium wp-image-156" title="56c57ae6b756827c72be2b537ac1f8c904d2472b" src="http://pudo.org/blog/wp-content/uploads/2009/02/56c57ae6b756827c72be2b537ac1f8c904d2472b-225x300.jpg" alt="56c57ae6b756827c72be2b537ac1f8c904d2472b" width="225" height="300" />Ich glaube, dass Twitter zum ersten Mal einen (post-ökonomischen?) Markt für digitale Information bereitstellt. Seine wesentlichen Eigenschaften sind: (1) er macht nicht nur das Angebot sondern auch die Nachfrage transparent; (2) er bietet Möglichkeiten zur Anbindung der notwendigen Logistik und (3) er berücksichtigt die Nichtrivalität in der Nutzung der vertriebenen Waren.</p>
<p>Zum ersten Punkt: im Gegensatz zur Mehrheit aller Weblogs und konventionellen Webseiten enthält jedes Twitter-Profil die Anzahl seiner Leser. Damit wird allerdings nicht nur – wie bei konventionellen Visitor-Statistiken – die Nachfrage nach der bisher zur Verfügung gestellten Information ausgedrückt, sondern auch die Nachfrage nach zukünftig bereitgestellten Informationen. Ein Follower ist daher ein wenig mit einem Investor vergleichbar: in der Hoffnung zu einem späteren Zeitpunkt einen Informationsgewinn zu erhalten stellt er seine Aufmerksamkeit in der Gegenwart zur Verfügung. (Ich habe wirklich keine Ahnung wovon ich rede. Aber es klingt ok, oder?) Damit steigt im Sinne eines Solidaritätsgutes auch der Wert der Information für deren andere Nutzer.</p>
<p>Zum zweiten Punkt, der Logistik: Twitter bindet sich mit besonderer Leichtigkeit in einen neueren Teil der Internet-Architektur ein, den ich gerne als das „<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Stream_processing">stream-basierte Web</a>“ bezeichnen möchte: anstatt dem gewohnten Pull-System des HTTP wird hier auf ein Publisher/Subscriber-Modell gesetzt, indem man einen gewissen Informationsstrom abonniert, um Neues fortan im Push-Verfahren zugestellt zu bekommen. Das pub/sub-Modell ist notwendig, um einen sinnvollen Ersatz für die aussterbenden Massenmedien (SCNR) konstruieren zu können. Deshalb ist es auch kein Zufall, dass die hier zugrundeliegende Technologie, RSS/Atom, aus dem Bereich der Weblogs, Podcasts und <a href="http://eztv.it">Torrent-Feeds</a> stammt. Mit der entstehenden Integration zwischen diesem Modell und der bestehenden Messaging-Infrastruktur durch XMPP/Jabber-<a href="http://xmpp.org/extensions/xep-0060.html">Erweiterungen für pub/sub</a> entsteht hier ein neues Paradigma der Informationsverteilung im Web. (Ok, der letzte Satz sollte in mein amtliches Bullshit-Führungszeugnis eingetragen werden. Er tut mir leid.)</p>
<p>Letztlich, die Nichtrivalität: die direkte Konsequenz aus dem Eingeständnis, dass Twitter im Prinzip in öffentlichen Gütern handelt ist das Fehlen eines monetären Gegenwertes für die bereitgestellte Information. Deshalb fällt es dem geneigten, aber vermutlich (wie ich) durch mindestens eine VWL-Vorlesung geschädigten Leser auch zunächst schwer, Twitter als Markt im ökonomischen Sinn anzuerkennen. (Überhaupt habe ich den Eindruck, dass es eine direkte Korrelation zwischen der Teilnahme an wirtschaftswissenschaftlichen Lehrveranstaltungen und Realitätsferne gibt.)</p>
<p>Interessant bleibt, dass die Nutzer hier dennoch bereit sind einen Gegenwert zu bieten, der ihnen nur begrenzt zu gebote steht. Ob man den Gegenwert, der auf Twitter gehandelt wird nun Aufmerksamkeit, Selbstwert oder Sozialkapital nennt, ist zweitrangig. Unsere Freunde aus Vertrieb und Werbung sind natürlich fest vom vertrauten Begriff der Aufmerksamkeit überzeugt, was auch erklärt warum sie mittlerweile mehr Microblogging als Koks nutzen. (Auch interessant: der Einfluss von Filtering-Tools auf den Wert eines Followers. Ich freu mich schon auf die Versuche, tweets mit DRM zu schützen um sicherzustellen, dass sie unmodifiziert und unaggregiert beim Opf&#8230; äh Follower ankommen.) Persönlich würde ich’s Sozialkapital taufen, obwohl Narzissmus 2.0 einen knappen zweiten Platz belegt. Aber das – Entschuldigung! – wird schon wieder böse.</p>
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		<title>Web 2.0-Bäumchen</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Dec 2008 11:12:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedrich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Sonntag morgen ist Datenordnenzeit. Immer eine leicht deprimierende Erfahrung, wenn man dabei auf hierarchische Systeme wie Dateisysteme oder (in diesem Fall) die in Safari integrierte Bookmark-Funktionalität angewiesen ist.

Aber, Hoffnung naht: ein nettes datenbankgemischtes Dateisystem wird spätestens in Windows 8, nein sagen wir 9 verfügbar. Und wenn del.icio.us (bzw. das zugehörige Safari-Plugin) sich irgendwann damit abfindet, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sonntag morgen ist Datenordnenzeit. Immer eine leicht deprimierende Erfahrung, wenn man dabei auf hierarchische Systeme wie Dateisysteme oder (in diesem Fall) die in Safari integrierte Bookmark-Funktionalität angewiesen ist.<br />
<a href="http://pudo.org/blog/wp-content/uploads/2008/12/picture-3.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-112" title="picture-3" src="http://pudo.org/blog/wp-content/uploads/2008/12/picture-3.png" alt="" width="452" height="88" /></a><br />
Aber, Hoffnung naht: ein nettes datenbankgemischtes Dateisystem wird spätestens in Windows 8, nein sagen wir 9 verfügbar. Und wenn del.icio.us (bzw. das zugehörige Safari-Plugin) sich irgendwann damit abfindet, dass es keinen Sinn macht 500 Tags in einem Dropdown anzuzeigen, wird vielleicht auch das noch für mich als Infomessy nutzbar.</p>
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		<title>MediaCampus sagt Hallo</title>
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		<pubDate>Wed, 29 Oct 2008 08:49:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedrich</dc:creator>
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Nach einigen Monaten Vorarbeit ist gestern das Projekt MEDIACAMPUS offiziell gestartet. Das Projekt soll in Zukunft helfen die Studenten der Medienstudiengänge in Ilmenau untereinander und mit Auftraggebern aus den Instituten und aus der Wirtschaft zu vernetzen. Im Zentrum stehen dabei die vielen Medien-Projekte, die im Verlauf des Studiums angefertigt werden müssen. Sie sollen auf dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://mediacampus.infofaktur.de/cms/"><img class="aligncenter" title="Mediacampus Logo" src="http://mediacampus.infofaktur.de/cms/fileadmin/html/img/mediacampus_logo.gif" alt="" width="269" height="49" /></a></p>
<p>Nach einigen Monaten Vorarbeit ist gestern das Projekt MEDIA<strong>CAMPUS</strong> offiziell gestartet. Das Projekt soll in Zukunft helfen die Studenten der Medienstudiengänge in Ilmenau untereinander und mit Auftraggebern aus den Instituten und aus der Wirtschaft zu vernetzen. Im Zentrum stehen dabei die vielen Medien-Projekte, die im Verlauf des Studiums angefertigt werden müssen. Sie sollen auf dem MEDIA<strong>CAMPUS</strong> präsentiert, und wenn alles gut läuft, in Zukunft auch kommentiert werden. Der MEDIA<strong>CAMPUS</strong> will damit zum Dienstleister für Medien-Projekte werden, der zwischen Projekten, Projektinitiatoren und anderen Parteien vermittelt. </p>
<p>Dabei leidet der MEDIA<strong>CAMPUS</strong> unter einem Problem: die PR des Projektes ist wesentlich weiter als das eigentliche Konzept. Die neue <a href="http://mediacampus.infofaktur.de/cms/">Projekt-Homepage</a> enthält daher im wesentlichen langweiliges Gefasel, welches nie einen Leser finden wird. Die <a href="http://mediacampus.infofaktur.de/cms/?id=65">Projektpräsentation</a> ist zwar nicht hässlich, aber weder für eine echte, umfangreiche Präsentation der Projekte durch die Projektteams selbst noch zur Interaktion der Besucher mit den eingetragenen Projekten existiert eine Möglichkeit. Damit ist der MEDIA<strong>CAMPUS</strong> eine schicke Facade, die es nun mit tatsächlicher Funktionalität zu befüllen gilt.</p>
<p>Lehrreich war in der Startphase des MEDIA<strong>CAMPUS</strong> für mich der Umgang mit dem CMS typo3: Zwar halte ich das beliebte Content Management System immernoch nicht für ein besonders fröhliches Stückchen Software, aber einige der Windungen des TypoScript sind mir nun verständlicher. Die Komplexität der Module und die schier unendlichen Möglichkeiten zur Anpassung rechtfertigen doch zumindest einen Teil Design-Entscheidungen in diesem Software-Packet.</p>
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		<title>DiKo: pädagogisches Potpourri</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Oct 2008 13:22:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedrich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Meine Blogs fange ich gerne an indem ich sage worum es geht. Diesmal ist das nicht ganz einfach. Um eine Vorlesung, das wissen wir. Und um Sozialwissenschaft. Irgendwie. 
Vielmehr werde ich leider wohl nicht mitnehmen aus der zweiten Realvorlesung zur digitalen Kommunikation. Dabei kam noch einiges mehr zur Sprache, z.B. eine &#8211; was sag ich? zwei! [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Meine Blogs fange ich gerne an indem ich sage worum es geht. Diesmal ist das nicht ganz einfach. Um eine <a href="http://www.tu-ilmenau.de/fakmn/uploads/media/VL2.pdf">Vorlesung</a>, das wissen wir. Und um Sozialwissenschaft. Irgendwie. </p>
<p>Vielmehr werde ich leider wohl nicht mitnehmen aus der zweiten Realvorlesung zur digitalen Kommunikation. Dabei kam noch einiges mehr zur Sprache, z.B. eine &#8211; was sag ich? zwei! &#8211; Taxonomie(n) der modernen Wissenschaft, Searles&#8217; Sprechakttheorie, einige Theorien von Prof. Döring zur (digitalen) Identität und, wo wir grade dabei sind, Medienwahlmodelle. Zu jedem dieser Themen haben wir &#8211; in starken 66 Minuten &#8211; etwa so viel gehört wie man eben dem jeweils zutreffenden Wikipedia-Artikel im Abschnitt über dem Knick entnehmen kann. Dass wir die meisten dieser Themen in den ersten beiden Semestern unseres Studiums schon mal (ausführlicher) behandelt hatten ist sicher auch kein Zufall. </p>
<p>Das Dilemma lässt sich, vermute ich, auf den Begriff der <em>Interdisziplinarität </em>zurückführen. Und so sehr ich davon begeistert bin, das Thema digitale Kommunikation interdisziplinär anzugehen: es ist zu umfangreich. Digitale Kommunikation ist Träger der drittgrößten Industrie dieses Planeten, Konsument unserer wachen Zeit, Thema des Studiums AMW. Also muss man sich etwas heraussuchen: Mensch-Maschine Interaktion. Mensch-Mensch Interaktion. Digitales Wirtschaften (can you say Finanzkrise? Scheinbar wurden die Credit Default Swaps welche AIG in die Insolvenz geworfen haben per Instant Messenger abgeschlossen). Digitale Kooperation. Und dieses Thema muss dann aus drei (oder mehr) Winkeln angeleuchtet werden. </p>
<p>Was wir heute erlebt haben war das genaue Gegenteil: hundert Themen wurden mit dem Suchscheinwerfer sozialwissenschaftlichen Vokabulars überflogen, nicht einmal mit dem Hämmerchen theoretischer Kritik angekratzt. Für die KW 45 und 46 ist das gleiche aus ökonomischer und technischer Perspektive angekündigt. Helfe uns Gott, wenn es da genauso zugeht und die ökonomischen Theorien aus BWL, VWL, Medienöknonomie oder Medienmanagement wieder in der Wikipedia-Fassung drankommen. Oder die Inhalte aus der Informationstechnik, Medientechnik, Telematik und den ElDoks. </p>
<p>Dabei stehen die Themenpakete auf dem <a href="http://amwiki.de/display/AMW/Digitale+Kommunikation">Plan</a>, um die es gehen sollte: Interaktivität. Soziale Beziehungen. Governance. Digital Divide und digital Natives. Jedes dieser Themen könnte man mit zwei oder drei Vorlesungen versehen. Tun wir noch commons-based peer production, die Frage nach den Nachrichten der Zukunft und ein wenig geistiges Eigentum in den Mix und es wird wirklich spannend. Und bitte hört mit diesem abtörnenden Vorspiel auf. </p>
<p>Abschliessend: ich finde es schade wenn sich das Gefühl, mit dem man in eine Vorlesung geht, zunehmend von intensivem Interesse in (ebenso intensive) Angst wandelt. Nicht nur macht es unbehaglich, in solch einer Vorlesung zu sitzen &#8211; die Idee, zu diesem diffusen Schlachtfeld der Ideen eine benotete Klausur zu schreiben ist regelrecht unheimlich. Das Problem ist nicht, nicht lernen zu wollen. Das Problem ist, nicht zu wissen was zu lernen ist. </p>
<p>Vielleicht sollten die zuständigen Lehrkräfte über eine alternative Prüfungsleistung nachdenken. Denn wenn ihr Teil des akademischen Spiels &#8211; eine Hürde aufzustellen &#8211; nicht geleistet wurde, dann ist es unfair von uns den Sprung zu erwarten.</p>
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		<title>DiKo: E-Portfolios sind mehr?</title>
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		<pubDate>Tue, 21 Oct 2008 08:04:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedrich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der erste Educast der Vorlesung Digitale Kommunikation setzt sich mit dem Thema E-Portfolios auseinander.  Klaus Himpsl von der Universität Krems stellte das Thema als Gastdozent per Flash-Podcast vor.

Zunächst werden einige EU-Projekte zum Thema lebenslanges Lernen u. E-Portflios vorgestellt, deren Relevanz zunächst nicht offensichtlich wird: Wir wollen verstehen was es ist, nicht dass es sieben Milliarden kostet  [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der erste Educast der Vorlesung <em>Digitale Kommunikation</em> setzt sich mit dem Thema <strong>E-Portfolios </strong>auseinander.  Klaus Himpsl von der Universität Krems stellte das Thema als Gastdozent per Flash-Podcast vor.</p>
<ul>
<li>Zunächst werden einige EU-Projekte zum Thema lebenslanges Lernen u. E-Portflios vorgestellt, deren Relevanz zunächst nicht offensichtlich wird: Wir wollen verstehen was es ist, nicht dass es sieben Milliarden kostet <img src='http://pudo.org/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />   </li>
<li>Ziel eines E-Portfolios soll der (reformpädagogische) Wechsel von der Leistungsfeststellung zur Leistungsdarstellung sein. Mir ist leider undeutlich wieso eine Kontrolle der vorhandenen &#8220;Defizite&#8221; abzulehnen ist und wie genau eine Kompetenzorientierung zu einer Bewertung der Lernleistung beiträgt. </li>
<li>Metalernen und ein Fokus auf den Lernprozess leuchten zunächst ein, meine Frage ist jedoch: wie verhindere ich, dass der Prozess das Ergebnis in der Aufmerksamkeit verdrängt? Das Ziel Literacy zu lehren ist plausibel &#8211; aber zu welchem Preis? Mediatisiertes Lernen ist immer hauptsächlich Medien-lernen und damit gerät &#8211; zumindest in meiner Erfahrung &#8211; oft das eigentliche Ziel schnell aus den Augen. </li>
<li>Die zentrale Gliederungsfolie steht in ihrere Mehrdimensionalität einigen heftigeren Versionen der physischen Welttheorien nichts nach (11 Dimensionen, nach letzter Schätzung). Ob hier Möglichkeiten, Argumente oder Buzzwords gesammelt werden ist mir noch nicht ganz klar. </li>
<li>Die Vorstellung von E-Portfolios in Unternehmen scheint mir ein wenig spooky &#8211; hier wird eine Form der persönlichen Transparenz behandelt mit der ich mich nicht zu schnell anfreunden kann. Natürlich brauchen Manager (usw.) eine Möglichkeit die Fähigkeiten ihrer Mitarbeiter einzuschätzen &#8211; ob für diesen Prozess jedoch ein E-Portfolio-Striptease notwendig ist? Vielleicht sollte acuh grade hier auf eine externe Einschätzung zurückgegriffen werden. </li>
<li>Der rapide Zerfall des Begriffs E-Portfolio nach der &#8220;<em>Was ist es?</em>&#8220;-Frage ist eindrucksvoll. Die &#8220;<em>eine Homepage auf der ich sage was ich kann und auf die Beweise verlinke</em>&#8220;-Definition drängt sich doch ein wenig auf. </li>
<li><strong>Idee</strong>: gibt es parallelen zwischen E-Portfolios und Code Review? Ist <a href="http://www.atlassian.com/software/crucible/">Crucible</a> ein Lerntool? Das wiederspricht zwar ein wenig dem laissez-faire Prinzip eines Lernenden-Blogs, macht aber aus Perspektive eines Schulbetriebs vielleicht durchaus Sinn?</li>
<li><em>Making learning visible</em> ist eine nette Pointe, die auch gleich die beiden zentralen Fragen irgendwie mit aufwirft: Bedeutet <em>visible </em>gleichzeitig <em>better</em>? Mein Verdacht ist: ja, aber die Vorlesung war eher auf den Präsentationspart fokussiert als auf den pädagogischen (oder hab ich was verpasst?). Zum anderen: wie gut kann die Sichtbarkeit meines Lernens aus meiner Lernaktivität ohne mein Zutun abgeleitet werden?Letztlich will ich ja kein Präsentationsportfolio anlegen, sondern ich will, dass mein Arbeitsportfolio in einer anderen Sichtweise extern zur Präsentation dienen kann. </li>
</ul>
<p>Insgesamt eine schöne Einführung in die E-Portfolios, die deren Nutzen als Präsentations- und Dokumentationstools gut darstellt aber m.E. ein bisschen zu wenig auf pädagogische Grundlagen eingeht.</p>
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		<title>Das neue pudo-Blog</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Oct 2008 12:20:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedrich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mittlerweile im fünften Anlauf starte ich heute an dieser Stelle einen neuen Blog. Während die vorigen Versuche meist nach kurzer Zeit wegen mangelnder Beiträge wieder eingestellt wurden, wird dieses mal alles ganz anders sein™: nicht nur zwingt das Studium mich zum Betrieb eines E-Portfolios, ich glaube auch diesmal genügend Themen zu verfolgen über die sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mittlerweile im fünften Anlauf starte ich heute an dieser Stelle einen neuen Blog. Während die vorigen Versuche meist nach kurzer Zeit wegen mangelnder Beiträge wieder eingestellt wurden, wird dieses mal alles ganz anders sein™: nicht nur zwingt das Studium mich zum Betrieb eines E-Portfolios, ich glaube auch diesmal genügend Themen zu verfolgen über die sich zu schreiben lohnt. </p>
<p>So werde ich hier über das abstruse aus digitaler und realer Welt berichten, von Whuffie, Wikis und Worten (schlechte Aliterationen sind wie immer gratis dabei!). Ich freu mich drauf und hoffe, dass dere eine oder andere Artikel auch den werten Lesern gefallen möge.</p>
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