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	<title>pudoblog &#187; digitale kommunikation</title>
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	<description>friedrich lindenberg&#039;s weblog</description>
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		<title>Die Volkskathedrale und der ein-Themen-Bazaar</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Sep 2009 17:42:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedrich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zweifellos einer der einprägsamsten Begriffe zum Thema Open Source stammt aus Eric Raymonds berühmten Essay The Cathedral and the Bazaar: das plausible Versprechen. Raymond beschreibt den Gedanken so:
When you start community-building, what you need to be able to present is a plausible promise. Your program doesn&#8217;t have to work particularly well. It can be crude, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zweifellos einer der einprägsamsten Begriffe zum Thema Open Source stammt aus Eric Raymonds berühmten Essay <a href="http://www.catb.org/~esr//writings/homesteading/cathedral-bazaar/">The Cathedral and the Bazaar</a>: das <em>plausible Versprechen</em>. Raymond <a href="http://www.catb.org/~esr//writings/homesteading/cathedral-bazaar/ar01s10.html">beschreibt</a> den Gedanken so:</p>
<blockquote><p>When you start community-building, what you need to be able to present is a <em>plausible promise</em>. Your program doesn&#8217;t have to work particularly well. It can be crude, buggy, incomplete, and poorly documented. What it must not fail to do is (a) run, and (b) convince potential co-developers that it can be evolved into something really neat in the foreseeable future.</p></blockquote>
<p><span id="more-209"></span>Liest man diesen Text aus einer politischen Perspektive, dann ist das &#8220;program&#8221; nicht zur Ausführung auf einem Computer sondern auf einem Staat gedacht, ein politisches Programm also. Nun ist es in der Bundesrepublik ungewöhnlich, Parteiprogramme mit Begriffen wie <em>roh</em>, <em>fehlerhaft</em>, <em>unvollständig</em> oder <em>zu wenig erklärt</em> zu beschreiben. Mit einer Ausnahme &#8211; der Piratenpartei. In der Presse hat es sich mittlerweile eingebürgert, die Piraten als eine <em>ein-Themen-Partei</em> zu beschreiben (wobei das Thema &#8220;das Internet&#8221; ist, wenn der Journalist das Programm nicht gelesen hat, oder &#8220;Bürgerrechte&#8221; wenn das nach den genutzten Soundbites unumgänglich wurde).</p>
<p>Die <em>ein-Themen-Partei</em> ist dabei &#8211; wahlweise &#8211; entweder der Beweis, dass Informatiker eine Bürgerinitiative und eine Partei nicht unterscheiden können oder ein netter Aufhänger um in eine mittlerweile etwas müßige Diskussion des sechs-Parteien-Systems überzugehen.</p>
<p>Viel nahe liegender finde ich, dass die Piraten-Nerds einfach nach einem Regelwerk spielen, dass sie längst beherrschen: der Open Source-Entwicklung. Raymonds Essay beantwortet nämlich einige der Fragen, die man zurecht an die Piraten stellen kann, allen Voraus die ein-Themen-Frage: Wird die Piratenpartei ein vollständiges Programm entwickeln?</p>
<blockquote><p>Every good work of software starts by scratching a developer&#8217;s personal itch. [...] If you have the right attitude, interesting problems will find you.</p></blockquote>
<p>Dass die Piraten damit anfangen, Politik im Heimterrain zu machen, ist klar. Die Frage ist vielmehr: Gelingt es den Piraten die <em>richtige Einstellung</em> zu bewahren um auch zum Zuhause anderer politischer Debatten zu werden? Die <em>richtige Einstellung</em> ist im Web: Offen sein, meritokratisch, sachlich. Wer mitmachen will, muss echte Gestaltungsmöglichkeiten ohne institutionelle Zwänge vorfinden.</p>
<blockquote><p>Treating your users as co-developers is your least-hassle route to rapid code improvement and effective debugging.</p></blockquote>
<p>Das klingt nach UserGeneratedWeb2.0Bullshyt, hat sich aber wiederholt als erstaunlich leistungsfähiger Modus bewiesen &#8211; Linux, Wikipedia, OpenStreetMap. Die Piraten sind keine <em>ein-Themen-Partei</em>. Die Piraten sind <em>unfertig</em>. Und <em>unfertig</em> ist in Open Source-Kreisen eine Einladung, ein Aufruf zur Mobilisierung.</p>
<p>Ob diese Adaption einer Methode gelingen wird weiß niemand, schließlich müssen zunächst neue Formen der Kooperation entwickelt werden um einen politischen Bazaar zu schaffen. Das Programm muss gemeinsam erarbeitet und zu Streitfragen ein Konsens gefunden werden. Besonders geeignet für diese Aufgabe ist sicher die <a href="http://www.liqd.de">Liquid Democracy</a>, ein Bugtracker für die Gesellschaft. Sie kann die zentrale Maxime verwirklichen, die in Raymonds&#8217; Essay steckt, <em>Linus&#8217; Law</em>:</p>
<blockquote><p>Given enough eyeballs, all bugs are shallow.</p></blockquote>
<p>Die Piraten wählen heißt nicht nur: Bürgerrechte wählen. Es heißt auch: eine neue Methode wählen, das Experiment einer offenen, gleichberechtigten Politik eingehen.</p>
<p>Wirtschaftskrise, Klimawandel, Bildungspolitik, Steuersystem: wir kommen.</p>
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		<title>tweetvote: Lessons learned</title>
		<link>http://pudo.org/blog/2009/03/tweetvote-lessons-learned/</link>
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		<pubDate>Sun, 08 Mar 2009 12:18:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedrich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Projekte]]></category>
		<category><![CDATA[digitale kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[geeky]]></category>
		<category><![CDATA[programmieren]]></category>
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		<description><![CDATA[Der Hype des Monats März ist Echtzeitsuche. Nachdem die Idee, Twitter &#38; Co könnten eine neue Form der Suche bereitstellen, nicht ganz neu ist hat sie in der vergangenen Woche offiziell Hype-Status erreicht. Spätestens als Eric Schmidt (CEO von Google) dann noch ein wenig Öl in die Flammen gegeben hat, ist &#8220;social search&#8221; abgehoben. Der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Hype des Monats März ist Echtzeitsuche. Nachdem die Idee, Twitter &amp; Co könnten eine neue Form der Suche bereitstellen, nicht ganz neu ist hat sie in der vergangenen Woche <a href="http://www.readwriteweb.com/archives/five_sites_that_let_your_experience_the_real-time.php">offiziell Hype-Status</a> erreicht. Spätestens als Eric Schmidt (CEO von Google) dann noch <a href="http://blogs.reuters.com/mediafile/2009/03/04/googles-schmidt-twitter-is-poor-mans-email/">ein wenig Öl in die Flammen </a>gegeben hat, ist &#8220;social search&#8221; abgehoben. <a href="http://battellemedia.com/archives/004858.php">Der Konsens ist</a>, dass Google Ende des Monats pleite sein und von search.twitter.com ersetzt sein wird. Spätestens Mai.<span id="more-171"></span>Mir soll das ganz recht sein, <a href="http://pudo.org/blog/2009/02/mein-freund-der-tweet/">denn ich finde</a>, dass Twitter als Informationsnexus eine Menge Potential hat. Wenn man denn alles herausnehmen könnte, was Noise und nicht Signal ist. Mit solchen Gedanken begann der Samstagabend der vergangenen Woche. Also ran, <a href="http://tweetvote.infofaktur.de">tweetvote</a> muss entwickelt werden, ein kollaboratives tweet-Filter-System.</p>
<h2>Making of TweetVote</h2>
<p>Nach etwa vier Stunden, die erste Version:</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-medium wp-image-175" title="tv2" src="http://pudo.org/blog/wp-content/uploads/2009/03/picture-71-300x254.png" alt="tv2" width="300" height="254" /></p>
<p style="text-align: left;">Ok, hier kann man voten, das ist gut. Es gibt auch die Möglichkeit, die Site per Tastatur zu bedienen, passt. Aber leider sehen die meisten Nutzer hauptsächlich eine Meldung, nämlich diese:</p>
<p style="text-align: left;"><img class="aligncenter size-medium wp-image-176" title="picture-6" src="http://pudo.org/blog/wp-content/uploads/2009/03/picture-6-300x172.png" alt="picture-6" width="300" height="172" /></p>
<p style="text-align: left;">Das stört, also brauche ich mehr tweets. Und wo findet man die? Richtig, in der twitter-Suche. Die nächste Version &#8211; mittlerweile war es Sonntag &#8211; erlaubte daher, nach einem Begriff zu suchen:</p>
<p style="text-align: left;"><img class="aligncenter size-medium wp-image-177" title="picture-11" src="http://pudo.org/blog/wp-content/uploads/2009/03/picture-11-292x300.png" alt="picture-11" width="292" height="300" /></p>
<p style="text-align: left;">Diese Version bot also unbegrenzt viel Unterhaltung, vorausgesetzt man folgt einem ausreichend aktivem Suchbegriff. Nächstes Problem: meine Tester. Die verlangten nämlich allesamt, die Seite sollte auch etwas für sie tun. Eine vollkommen verfahrene Erwartungshaltung natürlich, schließlich arbeiten Menschen für Computer und nicht andersrum. Aber gut, es kann geholfen werden. Diesmal mit Mehrfachansicht und einem ersten Empfehlungssystem:</p>
<p style="text-align: left;"><img class="aligncenter size-medium wp-image-178" title="picture-14" src="http://pudo.org/blog/wp-content/uploads/2009/03/picture-14-300x166.png" alt="picture-14" width="300" height="166" /></p>
<p style="text-align: left;">Im Hintergrund läuft hier ein Bayes-Classifier (also im Prinzip ein Spam-Filter). Dieser Teil ist aber der am wenigsten aufwändige; hier kann man auf gute Libraries und ein wenig alten Eigencode zurückgreifen.</p>
<p style="text-align: left;">Insgesamt: Sehr schick, man beachte auch das neue Logo, welches zusammen mit Herrn Storbeck entstanden war. Leider ist die Version jedoch nicht mehr interaktiv, also brauche ich wieder meine Tastaturkommandos und ein Voting-System. Hier das Resultat bei der ersten öffentlichen Erwähnung auf Twitter:</p>
<p style="text-align: left;"><img class="aligncenter size-medium wp-image-179" title="picture-22" src="http://pudo.org/blog/wp-content/uploads/2009/03/picture-22-300x221.png" alt="picture-22" width="300" height="221" /></p>
<p style="text-align: left;">Har har, selbst hochgevotet. Mittlerweile unterstützt das Tool sogar mehrere parallele Suchen, was allerdings zu etwas fiesen Ajax-Reloads im Hintergrund führt (&gt;10 Sek.). Die nächsten Schritte sind jetzt:</p>
<ul>
<li>Dokumentation und Publikation der API für die Seite. Wenn eines der großen Twittertools ein Voting einbauen würde, wäre das natürlich eine geniale Gelegenheit mehr Datemn zu sammeln und dadurch bessere Voraussagen machen zu können.</li>
<li>Empfehlungen von Tweets die man weder abonniert noch gesucht hat, die aber besonders gut zum eigenen Profil passen.</li>
<li>Weiterstudieren.</li>
</ul>
<h2>Soziale Suche</h2>
<p>Die meiste Zeit während der Entwicklung habe ich mit Sicherheit mit der Suchfunktion zugebracht. Das war auch so beabsichtigt, schließlich ist das der Hype des Monats. Das Problem ist nur: wenn soziale Suche die Zukunft ist, dann nicht die von Twitter. Das fängt damit an, dass search.twitter.com nicht viel mit twitter.com zu tun hat und andere Datenformate und Metaphern nutzt. Während man bei twitter rückwärts durch die Ergebnisseiten läuft, wechselt das bei search.twitter.com regelmäßig und ein wenig unberechenbar die Richtung.</p>
<p>Keine Chance hat, wer eine Suche zu einem Zeitpunkt beginnt und wenige Sekunden später fortsetzen will: wie in einem Buch ohne Lesezeichen verliert man natürlich jede Information darüber, wo man grade war. Das macht dann &#8220;Rückwärtssuchen&#8221;, also die Suche nach Einträgen die älter als ein bestimmter Referenz-Eintrag sind so gut wie unmöglich. Soziale Suche wird also ziemlich unberechenbar, unvollständig und langsam.</p>
<p>Vielleicht gibt es Google doch noch bis Oktober?</p>
<p><strong>Edit: </strong>Herr Martin S. aus G.-A. findet, dass sein Beitrag im obigen Text zu wenig Erwähnung findet. Es sei daher darauf hingewiesen, dass sein Paintshop-fu nicht nur maßgeblich an der Entstehung des Logos beteiligt war, sondern auch an &#8216;x&#8217;-Symbolen, Pfeilen mit verschiedenen Transparenzgraden und einer Lupe. Seine Rolle im konzeptionellen Teil der Arbeit ist schwer zu quantifizieren, sollte jedoch als grundlegend für den Erfolg des Projektes anerkannt werden. Herr Storbeck dankt seiner Frau, potentiellen Kindern und Martin Löffelholz. &#8211; die Redaktion.</p>
<p><a href="http://pudo.org/blog/wp-content/uploads/2009/03/image_191.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-189" title="image_191" src="http://pudo.org/blog/wp-content/uploads/2009/03/image_191-300x225.jpg" alt="image_191" width="300" height="225" /></a></p>
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		<title>DiKo: you = who? Notizen</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Jan 2009 20:33:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedrich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neue neue neue Medien]]></category>
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		<description><![CDATA[Diesmal ein wenig zeitnäher: einige Notizen zur zweiten und letzten DiKo-Vorlesung von Martin und mir. Diesmal ging es um digitale Identität, soziale Netzwerke und Datenschutz. Achja und ich scheine mich geoutet zu haben. Oder so. Strange thing, that. 
Prezi-Fläche
Diesmal gibt es sogar Video, z.B. ein Flash-Video-File, 130MB. 
Quellen (immernoch kein wissenschaftliches Format, aber diesmal sieht es beinahe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Diesmal ein wenig zeitnäher: einige Notizen zur zweiten und letzten DiKo-Vorlesung von Martin und mir. Diesmal ging es um digitale Identität, soziale Netzwerke und Datenschutz. Achja und ich scheine mich geoutet zu haben. Oder so. Strange thing, that. </p>
<p><a href="http://prezi.com/4776/view/">Prezi-Fläche</a></p>
<p>Diesmal gibt es sogar Video, z.B. ein <a href="http://pudo.org/2009/01/DiKo/diko_you_is_who.flv">Flash-Video-File, 130MB</a>. </p>
<p><strong>Quellen</strong> (immernoch kein wissenschaftliches Format, aber diesmal sieht es beinahe so aus): </p>
<ul>
<li>Dirk Hardt auf der OSCON 2005: Identity 2.0, YouTube: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=RrpajcAgR1E">You don&#8217;t know Dick</a></li>
<li>Informationen des BMI <a href="http://www.eu2007.bmi.bund.de/cln_028/nn_662948/Internet/Navigation/DE/Themen/PaesseUndAusweise/PassAusweiswesen__node.html__nnn=true">zum Personalausweis</a></li>
</ul>
<p>AMW 05 auf Twitter:</p>
<ul>
<li><a href="http://pudo.org/2009/01/DiKo/amw05.png.zip">PNG-Grafik</a> (10MB, per Rechtsklick herunterladen)</li>
<li>Python-Skript <a href="http://pudo.org/2009/01/DiKo/amw05crawl.py">amw05crawl.py</a></li>
<li><a href="http://pudo.org/2009/01/DiKo/amw05.graphviz">Follower-Graph von AMW05</a> mit 2 Ebenen Tiefe, 13000 User und 22000 Kanten.</li>
</ul>
<p>Was ist ein Netzwerk:</p>
<ul>
<li>Wikipedia: <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Graph_theory">Graph Theory</a> </li>
<li>Granovetter (1973): <a href="http://www.stanford.edu/dept/soc/people/mgranovetter/documents/granstrengthweakties.pdf">The Strength of Weak Ties</a>, American Journal of Sociology, Vol. 78</li>
<li>Granovetter (1983): <a href="http://www.si.umich.edu/~rfrost/courses/SI110/readings/In_Out_and_Beyond/Granovetter.pdf">SWT: A Network Theory Revisited</a>, Sociological Theory, Vol. 1</li>
<li>Rogers (2003): Diffusion of Innovations, Free Press</li>
<li>Milgram (1967): The Small World Problem, Psychology Today, Vol. 2</li>
<li><strong>B</strong><strong>arabasi (2002): Linked, Penguin (Ein sehr zugängliches Buch zu skalenfreien Netzen)</strong></li>
<li>Barabasi (2003): <a href="http://www.nd.edu/~networks/Publication%20Categories/01%20Review%20Articles/ScaleFree_Scientific%20Ameri%20288,%2060-69%20(2003).pdf">Scale-Free Networks</a>, Scientific American </li>
<li>CCNR: <a href="http://www.nd.edu/~networks/">Center for Complex Network Research</a>, Notre Dame Univ. </li>
<li>Berners-Lee (2007): <a href="http://www.w3.org/DesignIssues/Abstractions.html">Levels of Abstraction: Net, Web, Graph </a></li>
</ul>
<p>Sozialkapital &#8211; die in der Vorlesung zitierte Definition entstammte einem zusammenfassenden Text:</p>
<ul>
<li><strong>A</strong><strong>dler, Kwon (2002): Social Capital: Prospects for a New Concept.</strong> The Academy of Management Review, Vol. 27: <a href="http://www.jstor.org/stable/4134367">Kaufen</a> oder <a href="http://pudo.org/2009/01/DiKo/SC_Overview.pdf">klauen</a>. </li>
<li>Weiterhin kann ich folgenden <a href="http://pudo.org/2009/01/DiKo/SC_Suhrkamp.pdf">Ausschnitt aus einem Suhrkamp-Band von Bourdieu</a> empfehlen, obwohl seine hier vorgestellte Definition wesentlich engeschränkter und weniger präzise ist.</li>
<li>&#8220;<a href="http://pudo.org/2009/01/DiKo/SC_Network.pdf">The Network Structure of Social Capital</a>&#8221; (Burt, 2000): hier wird eine direkte Beziehung zwischen Netzwerktheorie und Sozialkapital hergestellt.</li>
<li>Lin, 2001: Social Capital: A Theory of Social Structure and Action, Cambridge U. Press: Umfangreiches &#8220;Standardwerk&#8221; zum Thema.</li>
</ul>
<p>Topologien für Soziale Netzwerke:</p>
<ul>
<li><strong>Zentralisierte Systeme</strong>: <a href="http://developers.facebook.com/connect.php">Facebook Connect</a>, <a href="http://developer.myspace.com/Community/blogs/devteam/archive/2008/12/09/introducing-the-myspace-open-platform-and-myspaceid.aspx">MySpace ID</a>, <a href="https://accountservices.passport.net/ppnetworkhome.srf?vv=600&amp;lc=1033">Microsoft Passport</a></li>
<li><strong>Dezentralisierte Standards</strong>:</li>
<li><a href="http://openid.net/what/">OpenID</a></li>
<li><a href="http://oauth.net/">OAuth</a></li>
<li><a href="http://microformats.org/">Microformats</a>: <a href="http://microformats.org/wiki/hcard">hCard</a>, <a href="http://gmpg.org/xfn">XFN</a></li>
<li><a href="http://www.foaf-project.org/">FoaF</a></li>
<li><a href="http://portablecontacts.net/">PortableContacts</a></li>
<li><a href="http://xmpp.org/">XMPP (aka Jabber)</a></li>
<li>tbd. <a href="http://therealmccrea.com/2009/01/08/live-blogging-from-the-activity-streams-meetup/">Activity Streams</a></li>
<li><a href="http://web.resource.org/rss/1.0/">RSS</a>/<a href="http://bitworking.org/projects/atom/draft-ietf-atompub-protocol-06.html">Atom</a></li>
<li><a href="http://www.socialtext.net/ssa/index.cgi?whuffie">Whuffie</a> (Konzept aus <a href="http://craphound.com/down/download.php">Down and out in the Magic Kindom</a> v. <a href="http://boingboing.net/">C. Doctorow</a>)</li>
<li><a href="https://github.com/">GitHub</a>: Dezentrale Dateiverwaltung (i.e. Code), siehe auch: <a href="http://git-scm.com/">Git</a>, <a href="http://www.selenic.com/mercurial/wiki/">Mercurial</a>, <a href="http://bazaar-vcs.org/">Bazaar</a></li>
<li>insgesamt: <a href="http://code.google.com/apis/opensocial/">OpenSocial</a> (Google), <a href="http://diso-project.org/">DiSo</a> (ein paar deutsche Hacker), <a href="http://appleseed.sourceforge.net/">Appleseed</a></li>
</ul>
<p>Datenschutz und Privatsphäre:</p>
<ul>
<li>Plomlompom auf dem 25C3: <a href="http://events.ccc.de/congress/2008/Fahrplan/attachments/1222_postprivacy.pdf">Embracing Post-Privacy</a></li>
<li>Facebook: <a href="http://works.bepress.com/cgi/viewcontent.cgi?article=1019&amp;context=james_grimmelmann">Privacy</a></li>
<li>Def. <a href="http://plato.stanford.edu/entries/privacy/">Privacy (Stanford Dictionary of Philosophy)</a></li>
<li><a href="http://wearcam.org/sousveillance.htm">Sousveillance</a> vs. <a href="http://wearcam.org/anonequity.htm">Equiveillance</a> </li>
</ul>
<p><span> </span></p>
<p><span> </span></p>
]]></content:encoded>
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		<title>DiKo: free = rich Notizen</title>
		<link>http://pudo.org/blog/2009/01/diko-free-rich-notizen/</link>
		<comments>http://pudo.org/blog/2009/01/diko-free-rich-notizen/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 24 Jan 2009 19:31:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedrich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neue neue neue Medien]]></category>
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		<category><![CDATA[web2.0]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein wenig spät hier der Link zur DiKo-Vorlesung zum Thema &#8220;commons-based peer production&#8221;, die Martin und ich am vergangenen Dienstag gehalten haben:

Prezi-Fläche

 
Wie es sich für gute möchtegern-Akademiker gehört haben wir natürlich ein paar Quellen (Update: nö, das sind keine wirklichen Zitate, sondern Anregungen zum Weiterlesen): 

Barlow: Declaration of Independence (of Cyberspace) 
Information wants to be free  
Eric Raymond: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein wenig spät hier der Link zur DiKo-Vorlesung zum Thema &#8220;commons-based peer production&#8221;, die Martin und ich am vergangenen Dienstag gehalten haben:</p>
<ul>
<li><a href="http://prezi.com/3608/" target="_blank">Prezi-Fläche</a></li>
</ul>
<p> </p>
<p>Wie es sich für gute möchtegern-Akademiker gehört haben wir natürlich ein paar Quellen (<strong>Update: </strong>nö, das sind keine wirklichen Zitate, sondern Anregungen zum Weiterlesen): </p>
<ul>
<li>Barlow: <a href="http://homes.eff.org/~barlow/Declaration-Final.html">Declaration of Independence (of Cyberspace)</a> </li>
<li>Information <a href="http://www.anu.edu.au/people/Roger.Clarke/II/IWtbF.html">wants to be free</a>  </li>
<li><strong>Eric Raymond: </strong><strong><a href="http://catb.org/~esr/writings/cathedral-bazaar/">The Cathedral and the Bazaar</a></strong> </li>
<li><strong>Lawrence Lessig</strong> (Permission Culture vs. <span class="nobr"><a rel="nofollow" href="http://remix.lessig.org/">Remix</a></span> Culture): <span class="nobr"><a rel="nofollow" href="http://www.free-culture.cc/freeculture.pdf">Free Culture</a></span> </li>
<li>Weinberger: <span class="nobr"><a rel="nofollow" href="http://www.everythingismiscellaneous.com/wp-content/samples/eim-sample-chapter1.html">Ordnung im Web</a></span> </li>
<li>CBPP in Bezug auf Lernen: <span class="nobr"><a rel="nofollow" href="http://www.itofisher.com/mito/publications/">Mimi Ito</a></span> (insb. <span class="nobr"><a rel="nofollow" href="http://digitalyouth.ischool.berkeley.edu/files/report/digitalyouth-TwoPageSummary.pdf">digital youth</a></span>)</li>
<li><strong>Shirky: Here Comes Everybody</strong>: <span class="nobr"><a rel="nofollow" href="http://www.amazon.de/Here-Comes-Everybody-Organizing-Organizations/dp/1594201536/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books-intl-de&amp;qid=1232222768&amp;sr=8-1">Amazon</a></span> (&#8221;Hauptquelle&#8221;: etwa 50% des Referats werden hier in der einen oder anderen Form behandelt.)
<ul>
<li>Here Comes Everybody Links <span class="nobr"><a rel="nofollow" href="http://mymindonbooks.com/?p=541">I</a></span> , <span class="nobr"><a rel="nofollow" href="http://mymindonbooks.com/?p=542">II</a></span>  </li>
<li><span class="nobr"><a rel="nofollow" href="http://shirky.com/writings/weblogs_publishing.html">Über Weblogs</a></span>  und <span class="nobr"><a rel="nofollow" href="http://www.shirky.com/writings/ontology_overrated.html">Ontologien</a></span></li>
<li>Shirky zu den <a href="http://www.youtube.com/watch?v=A_0FgRKsqqU">4 Ebenen der Kollaboration</a> </li>
<li><span class="nobr"><a rel="nofollow" href="http://www.youtube.com/watch?v=Xe1TZaElTAs">Love, Internet Style</a></span></li>
<li><span class="nobr"><a rel="nofollow" href="http://www.youtube.com/watch?v=AyoNHIl-QLQ">Where do people find the time?</a></span> </li>
</ul>
</li>
</ul>
<ul>
<li>Bruce <span class="nobr"><a rel="nofollow" href="http://odeo.com/episodes/10977593-Bruce-Sterling-SXSW-2007">Sterling auf der SXSWi 2007</a></span>: &#8220;Hauptquelle&#8221;: die anderen 50% des Referats sind von hier geklaut <img src='http://pudo.org/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </li>
<li><strong>Benkler The Wealth of Networks: </strong>(<span class="nobr"><a rel="nofollow" href="http://benkler.org/Benkler_Wealth_Of_Networks.pdf">Buch als PDF</a></span>), <span class="nobr"><a rel="nofollow" href="http://yupnet.org/benkler/archives/13#12">Ein sehr lesenswertes Kapitel</a></span>
<ul>
<li>Auch: <span class="nobr"><a rel="nofollow" href="http://www.benkler.org/CoasesPenguin.html">Coase 2.0 (Coase&#8217;s Penguin)</a></span> </li>
</ul>
</li>
<li>Hardin: The Tragedy of the Commons: PDF <span class="nobr"><a rel="nofollow" href="http://www.garretthardinsociety.org/articles/art_tragedy_of_the_commons.html">1968 (Science)</a></span> </li>
<li>vs. Bricklin: <span class="nobr"><a rel="nofollow" href="http://www.bricklin.com/speeches/c-of-c/">Cornucopia of the Commons</a></span> </li>
<li>Zittrain: The Future of the Internet (and how to Stop it):  S. 70ff: <span class="nobr"><a rel="nofollow" href="http://futureoftheinternet.org/static/ZittrainTheFutureoftheInternet.pdf">Download PDF</a></span> </li>
<li><a href="http://cyber.law.harvard.edu">Berkman Center </a></li>
</ul>
<p> </p>
<p>RfC!</p>
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		<title>DiKo: Vorwärts, Genossen!</title>
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		<pubDate>Wed, 12 Nov 2008 08:54:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedrich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neue neue neue Medien]]></category>
		<category><![CDATA[blamieren2.0]]></category>
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		<description><![CDATA[Nachdem ich die Veranstaltung Digitale Kommunikation an dieser Stelle in den vergangenen Wochen mit großem Gusto gegeißelt habe ist es nur fair wenn hier auch mal was positives erscheint. Und nachdem die Dozenten in der gestrigen Vorlesung ankündigten, dass es keine verbindliche Klausur geben wird (so das IfMK sich nicht im politischen Grabenkampf zu ergötzen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://pudo.org/blog/wp-content/uploads/2008/11/homepage-vorwaerts.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-99" title="homepage-vorwaerts" src="http://pudo.org/blog/wp-content/uploads/2008/11/homepage-vorwaerts-300x202.jpg" alt="" width="240" height="162" /></a>Nachdem ich die Veranstaltung <a href="http://www.tu-ilmenau.de/fakmn/Digitale-Kommunikati.8349.0.html">Digitale Kommunikation</a> an dieser Stelle in den vergangenen Wochen mit großem Gusto gegeißelt habe ist es nur fair wenn hier auch mal was positives erscheint. Und nachdem die Dozenten in der gestrigen Vorlesung ankündigten, dass es keine verbindliche Klausur geben wird (so das IfMK sich nicht im politischen Grabenkampf zu ergötzen plant) ist Digitale Kommunikation genau das, was eine Veranstaltung zum Thema meiner Meinung nach sein sollte: Jazz.</p>
<p>Nachdem wir die ökonomischen und technischen Basics in den jeweiligen Fachvorlesungen gepaukt haben finde ich eine Veranstaltung in der wir ohne Schwimmflossen einach mal die <a href="http://www.youtube.com/watch?v=a8AtVBQ8MBE#t=21m18s">verschiedenen Aspekte</a> digitaler Services erkunden gerechtfertigt. Dass diese Freiheit Resultat eines gewissen Planungsdefizits ist würde ich in diesem Zusammenhang dann in die Schublade &#8220;interessante Zufälle/Fächer die ihrem Gegenstand näher sind als sie sein sollten/The Vorlesung is us(ing you)&#8221; einordnen.</p>
<p>Natürlich gibt es immer ein Problem mit Jazz: es ist nicht wirklich <a href="http://www.humppa.com/humppaenglish.html">normale Musik</a> und ziemliche Geschmackssache. Das heutige Seminar wird dieser Tatsache vermutlich erneut zum Opfer fallen.</p>
<p>Dass <a href="http://blog.storbeck.me/">Herr Storbeck</a> und meine Wenigkeit zudem eventuell die Option haben werden, einige uns besonders wichtige Aspekte der digitalen Welt in die Vorlesung einzubringen, reizt natürlich besonders. Aber dazu hoffentlich im Dezember mehr.</p>
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		<title>Der Kult der Demokratisierung</title>
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		<pubDate>Fri, 07 Nov 2008 21:28:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedrich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[ 
Die Konferenz zu Computervermittelter Kommunikation am IfMK begann heute mit einer Keynote des amerikanischen Dotcom-Exunternehmers und Internet-Kritikers Andrew Keen. In seinem Vortrag argumentierte Keen zum Thema Politik 2.0 &#8211; obwohl es auch der ein oder andere Gedankengang aus seinem furchtbaren Buch &#8220;The Cult of the Amateur&#8221; in die Rede schaffte.

Grob zusammengefasst versuchte Keen darzulegen, dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> </p>
<p>Die <a href="http://www2.tu-ilmenau.de/cvk08/CVK_2008/Startseite.html">Konferenz zu Computervermittelter Kommunikation</a> am IfMK begann heute mit einer Keynote des amerikanischen Dotcom-Exunternehmers und Internet-Kritikers <a href="http://andrewkeen.typepad.com/">Andrew Keen</a>. In seinem Vortrag argumentierte Keen zum Thema Politik 2.0 &#8211; obwohl es auch der ein oder andere Gedankengang aus seinem furchtbaren Buch &#8220;The Cult of the Amateur&#8221; in die Rede schaffte.</p>
<p><span id="more-90"></span></p>
<p>Grob zusammengefasst versuchte Keen darzulegen, dass die technische Entwicklung im Web im Kontext der gesellschaftlichen <em>Demokratisierung </em>zu sehen sei. Unter Demokratisierung versteht Keen eine &#8216;libertäre Augenwischerei&#8217;, die sich im 20. und 21. Jahrhundert in drei Phasen entwickelt hat: zunächst politisch, in der Gegenkultur der sechziger Jahre; anschliessend als ökonomische Theorie in den Achtzigern und schliesslich als technisch-gesellschaftlicher Trend mit dem Internet.</p>
<p>Die Wurzeln der Idee sieht Keen &#8211; und das dürfte für <a href="http://www.econlib.org/library/Enc1/Reaganomics.html">Reagonomics</a> ein ziemliches Novum sein &#8211; im Histomat-Gedanken von Karl Marx: die Demokratisierung sei immer als Gegenbewegung zur herrschenden Klasse zu verstehen, also der Burgeoisie (Hippies), des big government (Juppies) oder der Mainstream-Medien (Techies). Schliesslich, so Keen, sei diese Bewegung jedoch zum Scheitern verurteilt, da sie die &#8211; angeblich befreite &#8211; Macht der Massen jeweils nur einer neuen Gruppe weitergebe. Konkret heißt das: die Web-Demokratisierung wird durch Google, Tim O&#8217;Reilly, Larry Lessig (?) und Wikipedia (?!?) zum Zweck des eigenen Profits propagiert. In Wirklichkeit konzentriere sich die Information &#8211; und damit auch die Macht &#8211; jedoch immer mehr bei einigen wenigen Akteuren.</p>
<p>Schliesslich versuchte Keen, sein Argument durch den gelungenen Wahlkampf von Barack Obama zu untermauern; etwa so: Wenn Obama Hitler wäre, dann wäre der populistische Internet-Wahlkampf des Amerikaners das Ende der westlichen Demokratie. Und da die Welt ein immer schlimmerer Ort wird können wir es uns nicht erlauben ein Medium zu betreiben welches so effektiv zur politischen Mobilisierung genutzt werden kann, wie dies im Internet der Fall ist.</p>
<p>Bevor ich mich &#8211; wie das für einen Tech-Fan unvermeidlich ist &#8211; den Schwachstellen der Keen-Rede zuwende, ein positiver Aspekt: die Idee der libertären Weltverschwörung finde ich in weiten Strecken plausibel, auch wenn der Gedanke <a href="http://www.amazon.de/Rebel-Sell-Counter-Culture-Consumer/dp/1841126551">nicht der neuste</a> ist und das Kampfwort &#8220;Demokratisierung&#8221; ziemlich unglücklich gewählt wurde. Ob Tim O&#8217;Reilly, Yogai Benkler oder Larry Lessing allerdings tatsächlich mit einer Kopie von &#8216;Atlas Shrugged&#8217; unter dem Kopfkissen übernachten, wage ich zu bezweifeln. Zwar beweist der Erfolg von Ron Paul in den republikanischen Primaries, dass der ökonomische Aspekt des Objektivismus unter den Netzbürgern eine große Anhängerschaft findet &#8211; grade die genannten Vorreiter dürften in dieser Hinsicht jedoch über eine wesentlich differenziertere Perspektive verfügen.</p>
<p>Als wirklich störenden Aspekt empfand ich dagegen Keens widersprüchliche Unterstellung, eine Demokratisierung politischer Kommunikation dürfe nicht mit ökonomischer Profitorientierung einhergehen und seine gleichzeitig abfällige Haltung gegenüber jeglicher Form freier und dezentraler Wissensproduktion.</p>
<p>Dazu gehörte zunächst die Unterstellung, der Marktwert von Internet-Unternehmen wie Google sei das Resultat einer planmässigen &#8216;Ausbeutung des Volkes&#8217; und damit die direkte Antithese zur <a href="http://www.google.com/intl/en/corporate/index.html">Google-Mission</a> (das Wissen der Welt zu organisieren und frei zugänglich zu machen). Keen verkennt hier, woher der Wert von Google, Inc. wirklich stammt: Google lässt durch die Effizienz seines Produktionsmodells zur Verarbeitung und Verbreitung von Information die klassischen Medien einfach ungeheuer alt aussehen. Damit meine ich nicht die von Keen konstatierte, ideologisch motivierte Jagd auf die Mainstream-Medien sondern schlicht ökonomisch-technische Überlegenheit (eigentlich verdient dieser Punkt noch eine gesonderte Ausführung, das sei jedoch auf ein anderes Post vertagt). So nimmt Google seine Profite auch nicht direkt aus dem Beutelchen der kleinen Leute, sondern aus den Werbe-Budgets der klassichen Offline-Medien. Dass Google dabei nicht selbst als Informationsproduzent, sondern lediglich als Vermittler auftritt irritiert Keen so stark, dass er nicht bereit ist, die Suchmaschine als Substitutionsprodukt für eine Zeitung, einen TV-Kanal oder eine Radiostation zu akzeptieren.</p>
<p>Noch seltsamer ist der zweite Aspekt: Keen&#8217;s Weigerung, die entstehenden, nicht-kommerziellen Informationsangebote im Web ernst zu nehmen. Dazu gehört implizit geäusserte die Annahme, Wikipedia und Co. seien Institutionen zur Ausbeutung naiver Weblinge. Demokratisierte Informationsproduktion kann also nicht wirklich passieren und wenn sie doch geschieht so ist sie in Wirklichkeit nichts anderes als die Ausbeutung der Teilnehmer.</p>
<p>Bevor jedoch Mitleid für die Wikipedianer aufkommt, sei hier gewarnt: Keen sieht sie gleichzeitig als die rechenschaftsfreien Oligarchen des Informationszeitalters. Diese Unterstellung basiert auf der Annahme, dass die Sicherung von Qualität und Verantwortung in einem anonymen Internet ein Widerspruch in sich sei. Vertrauen kann für Keen nur durch institutionelle Bescheinigung (akademische Qualifikationen, Mitgliedschaft in Organisationen oder Firmen oder gesellschaftliches Renomee) hergestellt werden, also nur durch Klarnamen. Die Unmöglichkeit von ad-hoc Meritokratien war schliesslich schon das Thema des Keen-Buches &#8220;Cult of the Amateur&#8221;. Wie sehr ich dieser These widerspreche wird in den kommenden Wochen vermehrt Gegenstand dieses Blogs sein, schliesslich ist grade dieser Aspekt Thema meiner angedachten Bachelorarbeit.</p>
<p>Schliesslich sei, um die Sache abzurunden, noch die Frage der Faschismusmaschine angesprochen. Ja, das Global Village hat seinen eigenen Sportpalast: oft führen abstruse politische Ansichten zu einer weitreichenden Öffentlichkeit. Dass diese Öffentlichkeit bisher in einer positiven politischen Entwicklung in den USA kulminiert ist, kann das Argument natürlich ebenso wenig entkräften wie die These, dass eben eine solche, massive politische Mobilisierung der einzige Weg sein wird um globale Themen wie Klimawandel, Kapitalismusreform (was auch immer das sein mag) und globale Gerechtigkeit voran zu treiben. Da ich auch nicht mein Vertrauen in die Vernunft der Menschheit aus der Versenkung zerren will, bleibt mir nichts anderes, als den Oppenheimer zu machen: Das Internet ist letztlich nur eine Maschine, die schnellen und starken Wandel in die Politik bringen wird. Wer dabei am Schalter sitzt ist eine neue Frage, die nur durch unsere Gesellschaft beantwortet werden kann.</p>
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		<title>DiKo: pädagogisches Potpourri</title>
		<link>http://pudo.org/blog/2008/10/diko-padagogisches-potpourri/</link>
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		<pubDate>Tue, 28 Oct 2008 13:22:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedrich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neue neue neue Medien]]></category>
		<category><![CDATA[blabla]]></category>
		<category><![CDATA[blamieren2.0]]></category>
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		<description><![CDATA[Meine Blogs fange ich gerne an indem ich sage worum es geht. Diesmal ist das nicht ganz einfach. Um eine Vorlesung, das wissen wir. Und um Sozialwissenschaft. Irgendwie. 
Vielmehr werde ich leider wohl nicht mitnehmen aus der zweiten Realvorlesung zur digitalen Kommunikation. Dabei kam noch einiges mehr zur Sprache, z.B. eine &#8211; was sag ich? zwei! [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Meine Blogs fange ich gerne an indem ich sage worum es geht. Diesmal ist das nicht ganz einfach. Um eine <a href="http://www.tu-ilmenau.de/fakmn/uploads/media/VL2.pdf">Vorlesung</a>, das wissen wir. Und um Sozialwissenschaft. Irgendwie. </p>
<p>Vielmehr werde ich leider wohl nicht mitnehmen aus der zweiten Realvorlesung zur digitalen Kommunikation. Dabei kam noch einiges mehr zur Sprache, z.B. eine &#8211; was sag ich? zwei! &#8211; Taxonomie(n) der modernen Wissenschaft, Searles&#8217; Sprechakttheorie, einige Theorien von Prof. Döring zur (digitalen) Identität und, wo wir grade dabei sind, Medienwahlmodelle. Zu jedem dieser Themen haben wir &#8211; in starken 66 Minuten &#8211; etwa so viel gehört wie man eben dem jeweils zutreffenden Wikipedia-Artikel im Abschnitt über dem Knick entnehmen kann. Dass wir die meisten dieser Themen in den ersten beiden Semestern unseres Studiums schon mal (ausführlicher) behandelt hatten ist sicher auch kein Zufall. </p>
<p>Das Dilemma lässt sich, vermute ich, auf den Begriff der <em>Interdisziplinarität </em>zurückführen. Und so sehr ich davon begeistert bin, das Thema digitale Kommunikation interdisziplinär anzugehen: es ist zu umfangreich. Digitale Kommunikation ist Träger der drittgrößten Industrie dieses Planeten, Konsument unserer wachen Zeit, Thema des Studiums AMW. Also muss man sich etwas heraussuchen: Mensch-Maschine Interaktion. Mensch-Mensch Interaktion. Digitales Wirtschaften (can you say Finanzkrise? Scheinbar wurden die Credit Default Swaps welche AIG in die Insolvenz geworfen haben per Instant Messenger abgeschlossen). Digitale Kooperation. Und dieses Thema muss dann aus drei (oder mehr) Winkeln angeleuchtet werden. </p>
<p>Was wir heute erlebt haben war das genaue Gegenteil: hundert Themen wurden mit dem Suchscheinwerfer sozialwissenschaftlichen Vokabulars überflogen, nicht einmal mit dem Hämmerchen theoretischer Kritik angekratzt. Für die KW 45 und 46 ist das gleiche aus ökonomischer und technischer Perspektive angekündigt. Helfe uns Gott, wenn es da genauso zugeht und die ökonomischen Theorien aus BWL, VWL, Medienöknonomie oder Medienmanagement wieder in der Wikipedia-Fassung drankommen. Oder die Inhalte aus der Informationstechnik, Medientechnik, Telematik und den ElDoks. </p>
<p>Dabei stehen die Themenpakete auf dem <a href="http://amwiki.de/display/AMW/Digitale+Kommunikation">Plan</a>, um die es gehen sollte: Interaktivität. Soziale Beziehungen. Governance. Digital Divide und digital Natives. Jedes dieser Themen könnte man mit zwei oder drei Vorlesungen versehen. Tun wir noch commons-based peer production, die Frage nach den Nachrichten der Zukunft und ein wenig geistiges Eigentum in den Mix und es wird wirklich spannend. Und bitte hört mit diesem abtörnenden Vorspiel auf. </p>
<p>Abschliessend: ich finde es schade wenn sich das Gefühl, mit dem man in eine Vorlesung geht, zunehmend von intensivem Interesse in (ebenso intensive) Angst wandelt. Nicht nur macht es unbehaglich, in solch einer Vorlesung zu sitzen &#8211; die Idee, zu diesem diffusen Schlachtfeld der Ideen eine benotete Klausur zu schreiben ist regelrecht unheimlich. Das Problem ist nicht, nicht lernen zu wollen. Das Problem ist, nicht zu wissen was zu lernen ist. </p>
<p>Vielleicht sollten die zuständigen Lehrkräfte über eine alternative Prüfungsleistung nachdenken. Denn wenn ihr Teil des akademischen Spiels &#8211; eine Hürde aufzustellen &#8211; nicht geleistet wurde, dann ist es unfair von uns den Sprung zu erwarten.</p>
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		<title>DiKo: E-Portfolios sind mehr?</title>
		<link>http://pudo.org/blog/2008/10/diko-e-portfolios-sind-mehr/</link>
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		<pubDate>Tue, 21 Oct 2008 08:04:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedrich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neue neue neue Medien]]></category>
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		<description><![CDATA[Der erste Educast der Vorlesung Digitale Kommunikation setzt sich mit dem Thema E-Portfolios auseinander.  Klaus Himpsl von der Universität Krems stellte das Thema als Gastdozent per Flash-Podcast vor.

Zunächst werden einige EU-Projekte zum Thema lebenslanges Lernen u. E-Portflios vorgestellt, deren Relevanz zunächst nicht offensichtlich wird: Wir wollen verstehen was es ist, nicht dass es sieben Milliarden kostet  [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der erste Educast der Vorlesung <em>Digitale Kommunikation</em> setzt sich mit dem Thema <strong>E-Portfolios </strong>auseinander.  Klaus Himpsl von der Universität Krems stellte das Thema als Gastdozent per Flash-Podcast vor.</p>
<ul>
<li>Zunächst werden einige EU-Projekte zum Thema lebenslanges Lernen u. E-Portflios vorgestellt, deren Relevanz zunächst nicht offensichtlich wird: Wir wollen verstehen was es ist, nicht dass es sieben Milliarden kostet <img src='http://pudo.org/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />   </li>
<li>Ziel eines E-Portfolios soll der (reformpädagogische) Wechsel von der Leistungsfeststellung zur Leistungsdarstellung sein. Mir ist leider undeutlich wieso eine Kontrolle der vorhandenen &#8220;Defizite&#8221; abzulehnen ist und wie genau eine Kompetenzorientierung zu einer Bewertung der Lernleistung beiträgt. </li>
<li>Metalernen und ein Fokus auf den Lernprozess leuchten zunächst ein, meine Frage ist jedoch: wie verhindere ich, dass der Prozess das Ergebnis in der Aufmerksamkeit verdrängt? Das Ziel Literacy zu lehren ist plausibel &#8211; aber zu welchem Preis? Mediatisiertes Lernen ist immer hauptsächlich Medien-lernen und damit gerät &#8211; zumindest in meiner Erfahrung &#8211; oft das eigentliche Ziel schnell aus den Augen. </li>
<li>Die zentrale Gliederungsfolie steht in ihrere Mehrdimensionalität einigen heftigeren Versionen der physischen Welttheorien nichts nach (11 Dimensionen, nach letzter Schätzung). Ob hier Möglichkeiten, Argumente oder Buzzwords gesammelt werden ist mir noch nicht ganz klar. </li>
<li>Die Vorstellung von E-Portfolios in Unternehmen scheint mir ein wenig spooky &#8211; hier wird eine Form der persönlichen Transparenz behandelt mit der ich mich nicht zu schnell anfreunden kann. Natürlich brauchen Manager (usw.) eine Möglichkeit die Fähigkeiten ihrer Mitarbeiter einzuschätzen &#8211; ob für diesen Prozess jedoch ein E-Portfolio-Striptease notwendig ist? Vielleicht sollte acuh grade hier auf eine externe Einschätzung zurückgegriffen werden. </li>
<li>Der rapide Zerfall des Begriffs E-Portfolio nach der &#8220;<em>Was ist es?</em>&#8220;-Frage ist eindrucksvoll. Die &#8220;<em>eine Homepage auf der ich sage was ich kann und auf die Beweise verlinke</em>&#8220;-Definition drängt sich doch ein wenig auf. </li>
<li><strong>Idee</strong>: gibt es parallelen zwischen E-Portfolios und Code Review? Ist <a href="http://www.atlassian.com/software/crucible/">Crucible</a> ein Lerntool? Das wiederspricht zwar ein wenig dem laissez-faire Prinzip eines Lernenden-Blogs, macht aber aus Perspektive eines Schulbetriebs vielleicht durchaus Sinn?</li>
<li><em>Making learning visible</em> ist eine nette Pointe, die auch gleich die beiden zentralen Fragen irgendwie mit aufwirft: Bedeutet <em>visible </em>gleichzeitig <em>better</em>? Mein Verdacht ist: ja, aber die Vorlesung war eher auf den Präsentationspart fokussiert als auf den pädagogischen (oder hab ich was verpasst?). Zum anderen: wie gut kann die Sichtbarkeit meines Lernens aus meiner Lernaktivität ohne mein Zutun abgeleitet werden?Letztlich will ich ja kein Präsentationsportfolio anlegen, sondern ich will, dass mein Arbeitsportfolio in einer anderen Sichtweise extern zur Präsentation dienen kann. </li>
</ul>
<p>Insgesamt eine schöne Einführung in die E-Portfolios, die deren Nutzen als Präsentations- und Dokumentationstools gut darstellt aber m.E. ein bisschen zu wenig auf pädagogische Grundlagen eingeht.</p>
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