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	<title>pudoblog &#187; diskurs</title>
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	<description>friedrich lindenberg&#039;s weblog</description>
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		<title>Adhocracy: Konzept-Diskussion</title>
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		<pubDate>Sat, 31 Oct 2009 18:15:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedrich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im Rahmen eines Projekts zur Implementation einer noch umfassenderen Liquid Democracy-Plattform kommt es momentan auf der entsprechenden Adhocracy-Instanz zu einer sehr spannenden Diskussion &#8230; über Adhocracy. Nachdem ich dort zunächst einige Thesen zum Adhocracy-Design getippt hatte, freue ich mich jetzt, dass dort eine Kontroverse aufkeimt. Wer also Lust hat, ein wenig über die Grundsätze von Liquid [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Rahmen <a href="http://demokratie.wikispaces.com/">eines Projekts</a> zur Implementation einer noch umfassenderen <a href="http://wiki.piratenpartei.de/Liquid_Democracy">Liquid Democracy</a>-Plattform kommt es momentan auf der <a href="http://liqd.adhocracy.cc/instance/liqd">entsprechenden Adhocracy-Instanz </a>zu einer <a href="http://liqd.adhocracy.cc/motion/4OD9C">sehr spannenden Diskussion</a> &#8230; über Adhocracy. Nachdem ich dort zunächst einige Thesen zum Adhocracy-Design getippt hatte, freue ich mich jetzt, dass dort eine Kontroverse aufkeimt. Wer also Lust hat, ein wenig über die Grundsätze von Liquid Democracy, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wahlgeheimnis">geheime und namentliche Wahlen</a>, <a href="http://www.usemod.com/cgi-bin/mb.pl?SoftSecurity">Soft Security</a> oder kollektive Intelligenz zu diskutieren: <a href="http://liqd.adhocracy.cc/motion/4OD9C">macht mit</a>!</p>
<p>(Was meint ihr, wie oft bekomme ich das Wort &#8220;Adhocracy&#8221; in einen Satz?)</p>
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		<title>Die Volkskathedrale und der ein-Themen-Bazaar</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Sep 2009 17:42:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedrich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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		<description><![CDATA[Zweifellos einer der einprägsamsten Begriffe zum Thema Open Source stammt aus Eric Raymonds berühmten Essay The Cathedral and the Bazaar: das plausible Versprechen. Raymond beschreibt den Gedanken so:
When you start community-building, what you need to be able to present is a plausible promise. Your program doesn&#8217;t have to work particularly well. It can be crude, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zweifellos einer der einprägsamsten Begriffe zum Thema Open Source stammt aus Eric Raymonds berühmten Essay <a href="http://www.catb.org/~esr//writings/homesteading/cathedral-bazaar/">The Cathedral and the Bazaar</a>: das <em>plausible Versprechen</em>. Raymond <a href="http://www.catb.org/~esr//writings/homesteading/cathedral-bazaar/ar01s10.html">beschreibt</a> den Gedanken so:</p>
<blockquote><p>When you start community-building, what you need to be able to present is a <em>plausible promise</em>. Your program doesn&#8217;t have to work particularly well. It can be crude, buggy, incomplete, and poorly documented. What it must not fail to do is (a) run, and (b) convince potential co-developers that it can be evolved into something really neat in the foreseeable future.</p></blockquote>
<p><span id="more-209"></span>Liest man diesen Text aus einer politischen Perspektive, dann ist das &#8220;program&#8221; nicht zur Ausführung auf einem Computer sondern auf einem Staat gedacht, ein politisches Programm also. Nun ist es in der Bundesrepublik ungewöhnlich, Parteiprogramme mit Begriffen wie <em>roh</em>, <em>fehlerhaft</em>, <em>unvollständig</em> oder <em>zu wenig erklärt</em> zu beschreiben. Mit einer Ausnahme &#8211; der Piratenpartei. In der Presse hat es sich mittlerweile eingebürgert, die Piraten als eine <em>ein-Themen-Partei</em> zu beschreiben (wobei das Thema &#8220;das Internet&#8221; ist, wenn der Journalist das Programm nicht gelesen hat, oder &#8220;Bürgerrechte&#8221; wenn das nach den genutzten Soundbites unumgänglich wurde).</p>
<p>Die <em>ein-Themen-Partei</em> ist dabei &#8211; wahlweise &#8211; entweder der Beweis, dass Informatiker eine Bürgerinitiative und eine Partei nicht unterscheiden können oder ein netter Aufhänger um in eine mittlerweile etwas müßige Diskussion des sechs-Parteien-Systems überzugehen.</p>
<p>Viel nahe liegender finde ich, dass die Piraten-Nerds einfach nach einem Regelwerk spielen, dass sie längst beherrschen: der Open Source-Entwicklung. Raymonds Essay beantwortet nämlich einige der Fragen, die man zurecht an die Piraten stellen kann, allen Voraus die ein-Themen-Frage: Wird die Piratenpartei ein vollständiges Programm entwickeln?</p>
<blockquote><p>Every good work of software starts by scratching a developer&#8217;s personal itch. [...] If you have the right attitude, interesting problems will find you.</p></blockquote>
<p>Dass die Piraten damit anfangen, Politik im Heimterrain zu machen, ist klar. Die Frage ist vielmehr: Gelingt es den Piraten die <em>richtige Einstellung</em> zu bewahren um auch zum Zuhause anderer politischer Debatten zu werden? Die <em>richtige Einstellung</em> ist im Web: Offen sein, meritokratisch, sachlich. Wer mitmachen will, muss echte Gestaltungsmöglichkeiten ohne institutionelle Zwänge vorfinden.</p>
<blockquote><p>Treating your users as co-developers is your least-hassle route to rapid code improvement and effective debugging.</p></blockquote>
<p>Das klingt nach UserGeneratedWeb2.0Bullshyt, hat sich aber wiederholt als erstaunlich leistungsfähiger Modus bewiesen &#8211; Linux, Wikipedia, OpenStreetMap. Die Piraten sind keine <em>ein-Themen-Partei</em>. Die Piraten sind <em>unfertig</em>. Und <em>unfertig</em> ist in Open Source-Kreisen eine Einladung, ein Aufruf zur Mobilisierung.</p>
<p>Ob diese Adaption einer Methode gelingen wird weiß niemand, schließlich müssen zunächst neue Formen der Kooperation entwickelt werden um einen politischen Bazaar zu schaffen. Das Programm muss gemeinsam erarbeitet und zu Streitfragen ein Konsens gefunden werden. Besonders geeignet für diese Aufgabe ist sicher die <a href="http://www.liqd.de">Liquid Democracy</a>, ein Bugtracker für die Gesellschaft. Sie kann die zentrale Maxime verwirklichen, die in Raymonds&#8217; Essay steckt, <em>Linus&#8217; Law</em>:</p>
<blockquote><p>Given enough eyeballs, all bugs are shallow.</p></blockquote>
<p>Die Piraten wählen heißt nicht nur: Bürgerrechte wählen. Es heißt auch: eine neue Methode wählen, das Experiment einer offenen, gleichberechtigten Politik eingehen.</p>
<p>Wirtschaftskrise, Klimawandel, Bildungspolitik, Steuersystem: wir kommen.</p>
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		<title>Liquid Democracy</title>
		<link>http://pudo.org/blog/2009/09/liquid-democracy/</link>
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		<pubDate>Thu, 10 Sep 2009 18:29:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedrich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[digitalisierung]]></category>
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		<description><![CDATA[Seit bald zwei Monaten habe ich mich mittlerweile der Liquid Democracy verschrieben. Deren Ansatz ist es, Demokratie nicht als heilige Staatsform, sondern als ein besonders erfolgreiches Muster sozialer Koordination zu verstehen. Wie kann man es vielen Leuten erlauben, gemeinsam an Entscheidungen über ihr Zusammenleben mitzuwirken?
Diese Frage hat natürlich viele Antworten, die meisten davon gehen aber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit bald zwei Monaten habe ich mich mittlerweile der <a href="http://www.kuro5hin.org/story/2003/7/16/201556/896">Liquid Democracy</a> verschrieben. Deren Ansatz ist es, Demokratie nicht als heilige Staatsform, sondern als ein besonders erfolgreiches <a href="http://designingsocialinterfaces.com/patterns.wiki/index.php?title=Main_Page#Social_Patterns_.26_Best_Practices">Muster sozialer Koordination</a> zu verstehen. Wie kann man es vielen Leuten erlauben, gemeinsam an Entscheidungen über ihr Zusammenleben mitzuwirken?<span id="more-201"></span></p>
<p>Diese Frage hat natürlich viele Antworten, die meisten davon gehen aber von einer <strong>analogen Welt</strong> aus: direkte Kommunikation zwischen den Bürgern ist schwer; Andere mit gleichen oder ähnlichen Interessen zu finden ist schwer; Menschen zu koordinieren ist schwer. Deshalb kommt man zu Konstrukten wie der repräsentativen Demokratie: <a href="http://www.bundestag.de">600 Leute in einem Parlament</a> können vielleicht noch etwas erreichen, solang man ordentliche Regeln zur Gesetzgebung hat. Organisationen wie NGOs oder Parteien hingegen stehen hier vor der Wahl: basisdemokratische Entscheidungen behindern <a href="http://www.iswi.org">durch ihre Trägheit</a> oft eine effektive Entscheidungsfindung, gleichzeitig wären sie zur Einbeziehung der Mitglieder wünschenswert.</p>
<p>Soweit die analoge Welt. <strong>Im Web ändern sich nun aber die Spielregeln</strong>: direkte Kommunikation ist auf einmal <a href="http://twitter.com" target="_blank">trivial</a>; Gleichgesinnte zu finden erledigt oft die Informationsfabrik in der Wolke und um eine Gruppe von Menschen zu koordinieren braucht man nur eine Yahoo! Group oder ein Wiki. Liquid Democracy ist daher im Prinzip <strong>eine Wiki-Demokratie</strong>: Jeder kann Vorschläge einbringen, bestehende Ideen kommentieren und schließlich für oder gegen einen konkreten Antrag stimmen. Hinzu kommt <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Liquid_democracy#Delegated_voting">ein Twist</a>: wenn ich mich nicht qualifiziert fühle zu einem Themengebiet Entscheidungen zu treffen &#8211; oder schlicht keine Lust habe jeden Tag Wikiseiten zu lesen &#8211; dann steht mir frei, meine Stimme an einen anderen zu übertragen. Das kann für ein einzelnes Thema erfolgen, aber auch für einen ganzen Politikbereich.</p>
<p><a href="http://pudo.org/blog/wp-content/uploads/2009/09/adhocracy_button.png"><img class="alignright size-full wp-image-203" title="adhocracy_button" src="http://pudo.org/blog/wp-content/uploads/2009/09/adhocracy_button.png" alt="adhocracy_button" width="116" height="36" /></a>So entsteht eine neue Form der Demokratie, die wirklich verteilt, schnell und offen ist &#8211; ein richtiges Kind des Internet. Demokratisches Management wird damit zu einer pragmatischen Option für Organisationen, die ihre Mitglieder wirklich einbeziehen wollen &#8211; egal wo sie sich grade aufhalten und egal wann sie sich engagieren wollen.</p>
<p>Ein gutes Beispiel dafür ist die <a href="http://piratenpartei.de">Piratenpartei</a>, in deren Programm <a href="http://wiki.piratenpartei.de/Liquid_Democracy">die Liquid Democracy seit der Gründung einen festen Punkt darstellt</a>. Besonders gefreut hat es mich daher, dass ich in Zukunft meinen eigenen Entwurf einer Liquid Democracy, <a href="http://adhocracy.cc">adhocracy.cc</a>, zusammen mit den engagierten Leuten beim Berliner Verein <a href="http://www.liqd.de">liqd</a> voran treiben und nach der Bundestagswahl vielleicht auch dem einen oder anderen Test innerhalb der Piraten unterwerfen kann.</p>
<p>Wer weiß: vielleicht werden wir in ein paar Jahren Liquid Democracy als etabliertes Tool des sozialen Webs in einem Atemzug mit Weblogs, Wikis und Social Networking Services nennen. Mich würde es freuen, denn so würde das Web auf seine eigene Art erwachsen &#8211; indem es lernt, seine eigenen Entscheidugnen zu treffen.</p>
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		<title>Kontext: Common Future</title>
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		<pubDate>Tue, 21 Oct 2008 11:50:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedrich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Common Future]]></category>
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		<category><![CDATA[hobby]]></category>
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		<description><![CDATA[Um auch Menschen, die das Leben des Friedrich L. nicht verfolgen einen Zugang zu diesem Blog zu ermöglichen, dieser Beitrag: hier geht es nicht so sehr um eine aktuelle Entwicklung wie um die Vorstellung eines langfristigen Projektes, das Quelle vieler Posts auf diesem Blog sein dürfte. 
In diesem Beitrag soll es um einen NGO gehen, an [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Um auch Menschen, die das Leben des Friedrich L. nicht verfolgen einen Zugang zu diesem Blog zu ermöglichen, dieser Beitrag: hier geht es nicht so sehr um eine aktuelle Entwicklung wie um die Vorstellung eines langfristigen Projektes, das Quelle vieler Posts auf diesem Blog sein dürfte. </p>
<p>In diesem Beitrag soll es um einen NGO gehen, an dessen Etablierung ich gegenwärtig beteiligt bin: den Common Future e.V.</p>
<h3><span id="more-13"></span>Die Organisation</h3>
<p>Der Common Future Think Tank (im Folgenden: Common Future &#8211; das Affix &#8220;Think Tank&#8221; halte ich für ein wenig smelly) ist eine internationale Jugendorganisation. Ziel ist es, auf digitalem Weg Diskussionen zu aktuellen, politischen Themen zu führen und aus diesen Diskussionen Positionspapiere zu entwickeln. Diese Postionen sollen anschliessend der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und Entscheidungsträgern nahe gelegt werden. </p>
<p>Die Themen von Common Future sind geleitet durch die Vision einer ökologisch, ökonomisch und sozial stabilen Politik im neuen Jahrtausend. Dabei sollen lokale wie globale Probleme besprochen werden und in Kooperation mit externen Organisationen entwickelt werden. Zu diesen Organisationen gehören zum Beispiel der Weltzukunftsrat (Word Future Council, WFC), Greenpeace, Germanwatch und einige andere.</p>
<h3>Informationstechnologie &amp; Diskurs</h3>
<p>An einer inhaltlichen Diskussion über CO2-Emissionen teilzunehmen wäre für mich zumindest eine echte Herausforderung. Meine Rolle ist daher, wie es schön heißt, administrativ: ich leite die Abteilung für Informationstechnologie.</p>
<p>Mein Interesse gilt dabei der zentralen Voraussetzung von CFTT: <strong>Dass es möglich sei, mithilfe moderner Kommunikationstechnologien einen globalen, inhaltlich tiefgehenden Dialog über politische Themen zu führen.</strong> Dieser Dialog findet bei Common Future sowohl synchron, also in Audio- und Videokonferenzen, wie asynchron, also an kollaborativ entwickelten Dokumenten und Forendiskussionen, statt.</p>
<p>Die dabei zu bewältigenden Probleme sind nicht nur technischer, sondern auch struktureller, rhetorischer, sozialer und kultureller Natur. Beispiele hier sollen in diesem Blog in den folgenden Monaten ebenso folgen wie die gelernten Lektionen und Praktiken.</p>
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