<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>pudoblog &#187; ranting</title>
	<atom:link href="http://pudo.org/blog/tag/ranting/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://pudo.org/blog</link>
	<description>friedrich lindenberg&#039;s weblog</description>
	<lastBuildDate>Sat, 31 Oct 2009 18:16:05 +0000</lastBuildDate>
	
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>Krieg der ZEIT: Dies ist nicht Sparta!</title>
		<link>http://pudo.org/blog/2009/05/krieg-der-zeit-dies-ist-nicht-sparta/</link>
		<comments>http://pudo.org/blog/2009/05/krieg-der-zeit-dies-ist-nicht-sparta/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 29 May 2009 12:15:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedrich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[bullshyt]]></category>
		<category><![CDATA[copyright]]></category>
		<category><![CDATA[digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[ranting]]></category>
		<category><![CDATA[wir-gegen-alle]]></category>
		<category><![CDATA[zeit]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://pudo.org/blog/?p=191</guid>
		<description><![CDATA[Eigentlich mag ich die ZEIT. Nicht nur als Abonnent und Leser sondern auch als Teilnehmer zahlreicher ZEIT-Debatten habe ich mich seit einer Weile als, nunja, &#8230; Freund der Firma verstanden. Umso mehr ärgert es, dass für mich zunehmend der Eindruck entsteht, die Zeitung habe sich seit einigen Monaten zur Speerspitze des deutschen Bildungsbürgertums gegen &#8230; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Eigentlich mag ich die ZEIT. Nicht nur als Abonnent und Leser sondern auch als Teilnehmer zahlreicher ZEIT-Debatten habe ich mich seit einer Weile als, nunja, &#8230; Freund der Firma verstanden. Umso mehr ärgert es, <a href="http://www.zeit.de/2009/15/Google">dass für mich</a> <a href="http://www.perlentaucher.de/artikel/5347.html">zunehmend</a> <a href="http://www.zeit.de/2009/22/Der-Intellektuelle">der Eindruck</a> <a href="http://www.zeit.de/2009/23/Internet-Grenze">entsteht</a>, die Zeitung habe sich seit einigen Monaten zur Speerspitze des deutschen Bildungsbürgertums gegen &#8230; das &#8216;Internet&#8217; ernannt.<span id="more-191"></span> In der wohligen Gewissheit, dass eine solche Behauptung &#8211; grade in einem Blog &#8211; von der Redaktion als &#8216;wüste Verschwörungstheorie&#8217; erkannt wird, hier meine etwas subjektive Rekapitulation der Angelegenheit. Und natürlich: es gibt immernoch die Artikel der <a href="http://www.zeit.de/online/2009/13/boyle-public-domain">&#8216;anderen Seite&#8217;</a> bei der Zeit &#8211; diese werden jedoch als <a href="http://www.zeit.de/2009/16/C-digitales-Publizieren">Antworten</a> <a href="http://www.zeit.de/2009/23/Internet-Freiheit">nachgeschoben</a>, in denen die größten Patzer der jeweiligen Polemik knapp eingefangen werden können.</em></p>
<h2>Dies ist nicht Sparta!</h2>
<p>Wer einen Krieg führen will, der braucht einen Feind. Am besten fängt man mit jemand an, der ohnehin allgemein als unvertrauenswürdig und gefährlich gilt. Im Internet ist das Google. Die haben Microsoft mittlerweile als Superbösewicht überrundet und gelten als Inbegriff des Personendaten-gegen-Shareholder-Value-Tauschers. Das ist ein klein wenig komisch, weil grade Google sich in dieser Hinsicht bisher wenig hat zu Schulden kommen lassen, aber die Möglichkeit zum Mißbrauch der gewonnenen Macht ist für eine Verurteilung mehr als ausreichend (An dieser Stelle. Beim Zensursula-Streit ist die Möglichkeit eines Mißbrauchs kein Anlass zur Sorge).</p>
<p>Dank der bestechenden <a href="http://www.perlentaucher.de/artikel/5347.html">Verbindungslogik</a> des <a href="http://www.textkritik.de/urheberrecht/">Heidelberger Appells</a> ist der Weg von Google zur Open-Access-Bewegung ein kurzer, die Verbindung zu den eng verschwisterten Creative Commons- und Internetpiraterie-Bewegungen ist gemacht. Wer also seine Fotos auf flickr lädt oder in der Wikipedia editiert ist schon impliziert, schliesslich hat er sich als Gegner des geistigen Eigentums bekannt und ist damit nicht nur libertärer Anarchist, sondern auch Brotdieb der denkenden Klasse dieser Welt. Diesen vorpubertär-kindlichen Technokraten steht eine Gruppe von &#8216;Internetexperten&#8217; zur Seite, deren Sachverstand durch einen schnellen Griff in die Zitatekiste des Heise-Forums eindrucksvoll demonstriert ist. (Die Unterscheidung zwischen seriösen Beiträgen und heise-Trolls ist dem Journalisten dabei aus strategischen Gründen vorbehalten, weil es gleichzeitig zu demonstrieren gilt, dass eine sachliche Diskussion in Internet nicht. möglich. ist.)</p>
<p>Drei weitere Werkzeuge helfen, den &#8216;Internetexperten&#8217; den Garaus zu machen:</p>
<ul>
<li>Erstens hilft es, die geistige Stabilität eines Menschen infrage zu stellen, dessen Computer quasi direkt mit üblester Kindesmisshandlung verdrahtet ist und der es dennoch wagt ohne distanzierendes Ave Maria den Browser zu öffnen.</li>
<li>Zweitens haben Lösungsvorschläge von &#8216;Internetexperten&#8217; nur dann Gültigkeit, wenn sie umfangreiche technische Maßnahmen vorsehen. Die Idee beispielsweise, mit umfassenderer Strafverfolgung und polizeilicher Ermittlungsarbeit Jagd auf Kinderschänder zu machen, erfüllt dieses Kriterium nicht. Hier muss den technokratischen &#8216;Internetexperten&#8217; also dringend technische Inkompetenz bescheinigt werden.</li>
<li>Als dritte und letzte Möglichkeit bleibt die Übernahme. Stellt sich heraus, das einer tatsächlich ein kompetenter Internetexperte ist, dann folgt, dass er im eigenen Lager anzusiedeln ist. Larry Lessig beispielsweise wird mit der Aussage zitiert, dass es durchaus möglich sei, die grundsätzliche Struktur des Internets so zu modifizieren, dass sie eine umfassende staatliche Kontrolle zulasse. Das könne man schließlich in jedem seiner vier Bücher zur Thematik nachlesen &#8211; in denen Lessig jedoch im weiteren Verlauf die Gefahr eines solchen Eingriffs beschreibt.</li>
</ul>
<p>Nach dem so der Gegner bestimmt ist, haben uns die letzten beiden Ausgaben der ZEIT einen Bick ins Lager der neuen bundesrepublikanischen Kreuzritter erlaubt: Das einfache Fussvolk nach Bundesbesoldungsordnung A kniet hier vor den Mamorstatuen der verteidigten Gottheiten: der Autor (in seiner Hand das Zepter des UrhG), der Wissenschaftler (dessen Triumphe im Podest von LexisNexis- und Elsevier-Journalausgaben verewigt sind) sowie in der Mitte der Intellektuelle an sich, der mit eiserner Peitsche die Dämonen der Nachfrage und der begrenzten Aufmerksamkeit in ihre Schranken weist.</p>
<p>Das von di Lorenzo &amp; Kollegen umsteckte Schlachtfeld ist damit ein wenig vermessen, aber für mich bleibt die Frage: Entspricht diese Zweiteilung der Meinungen tatsächlich der deutschen Realität? Muss ich wirklich entscheiden, ob ich der einen oder der anderen Seite angehöre? Kurzum: es ist ein kein wohliges Gefühl zum Feindbild des eigenen Informationsversorgers geworden zu sein. Neben reichlicher Selbstreflektion löst es noch eine ganz andere Frage aus: was, wenn das Meinungsblatt ZEIT zunehmend eine ganz besondere vertritt, nämlich: die eigene?</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://pudo.org/blog/2009/05/krieg-der-zeit-dies-ist-nicht-sparta/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>DiKo: you = who? Notizen</title>
		<link>http://pudo.org/blog/2009/01/diko-you-who-notizen/</link>
		<comments>http://pudo.org/blog/2009/01/diko-you-who-notizen/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 28 Jan 2009 20:33:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedrich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neue neue neue Medien]]></category>
		<category><![CDATA[blamieren2.0]]></category>
		<category><![CDATA[digitale kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[ich will ein pony]]></category>
		<category><![CDATA[luftschloss]]></category>
		<category><![CDATA[ranting]]></category>
		<category><![CDATA[whuffie]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://pudo.org/blog/?p=141</guid>
		<description><![CDATA[Diesmal ein wenig zeitnäher: einige Notizen zur zweiten und letzten DiKo-Vorlesung von Martin und mir. Diesmal ging es um digitale Identität, soziale Netzwerke und Datenschutz. Achja und ich scheine mich geoutet zu haben. Oder so. Strange thing, that. 
Prezi-Fläche
Diesmal gibt es sogar Video, z.B. ein Flash-Video-File, 130MB. 
Quellen (immernoch kein wissenschaftliches Format, aber diesmal sieht es beinahe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Diesmal ein wenig zeitnäher: einige Notizen zur zweiten und letzten DiKo-Vorlesung von Martin und mir. Diesmal ging es um digitale Identität, soziale Netzwerke und Datenschutz. Achja und ich scheine mich geoutet zu haben. Oder so. Strange thing, that. </p>
<p><a href="http://prezi.com/4776/view/">Prezi-Fläche</a></p>
<p>Diesmal gibt es sogar Video, z.B. ein <a href="http://pudo.org/2009/01/DiKo/diko_you_is_who.flv">Flash-Video-File, 130MB</a>. </p>
<p><strong>Quellen</strong> (immernoch kein wissenschaftliches Format, aber diesmal sieht es beinahe so aus): </p>
<ul>
<li>Dirk Hardt auf der OSCON 2005: Identity 2.0, YouTube: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=RrpajcAgR1E">You don&#8217;t know Dick</a></li>
<li>Informationen des BMI <a href="http://www.eu2007.bmi.bund.de/cln_028/nn_662948/Internet/Navigation/DE/Themen/PaesseUndAusweise/PassAusweiswesen__node.html__nnn=true">zum Personalausweis</a></li>
</ul>
<p>AMW 05 auf Twitter:</p>
<ul>
<li><a href="http://pudo.org/2009/01/DiKo/amw05.png.zip">PNG-Grafik</a> (10MB, per Rechtsklick herunterladen)</li>
<li>Python-Skript <a href="http://pudo.org/2009/01/DiKo/amw05crawl.py">amw05crawl.py</a></li>
<li><a href="http://pudo.org/2009/01/DiKo/amw05.graphviz">Follower-Graph von AMW05</a> mit 2 Ebenen Tiefe, 13000 User und 22000 Kanten.</li>
</ul>
<p>Was ist ein Netzwerk:</p>
<ul>
<li>Wikipedia: <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Graph_theory">Graph Theory</a> </li>
<li>Granovetter (1973): <a href="http://www.stanford.edu/dept/soc/people/mgranovetter/documents/granstrengthweakties.pdf">The Strength of Weak Ties</a>, American Journal of Sociology, Vol. 78</li>
<li>Granovetter (1983): <a href="http://www.si.umich.edu/~rfrost/courses/SI110/readings/In_Out_and_Beyond/Granovetter.pdf">SWT: A Network Theory Revisited</a>, Sociological Theory, Vol. 1</li>
<li>Rogers (2003): Diffusion of Innovations, Free Press</li>
<li>Milgram (1967): The Small World Problem, Psychology Today, Vol. 2</li>
<li><strong>B</strong><strong>arabasi (2002): Linked, Penguin (Ein sehr zugängliches Buch zu skalenfreien Netzen)</strong></li>
<li>Barabasi (2003): <a href="http://www.nd.edu/~networks/Publication%20Categories/01%20Review%20Articles/ScaleFree_Scientific%20Ameri%20288,%2060-69%20(2003).pdf">Scale-Free Networks</a>, Scientific American </li>
<li>CCNR: <a href="http://www.nd.edu/~networks/">Center for Complex Network Research</a>, Notre Dame Univ. </li>
<li>Berners-Lee (2007): <a href="http://www.w3.org/DesignIssues/Abstractions.html">Levels of Abstraction: Net, Web, Graph </a></li>
</ul>
<p>Sozialkapital &#8211; die in der Vorlesung zitierte Definition entstammte einem zusammenfassenden Text:</p>
<ul>
<li><strong>A</strong><strong>dler, Kwon (2002): Social Capital: Prospects for a New Concept.</strong> The Academy of Management Review, Vol. 27: <a href="http://www.jstor.org/stable/4134367">Kaufen</a> oder <a href="http://pudo.org/2009/01/DiKo/SC_Overview.pdf">klauen</a>. </li>
<li>Weiterhin kann ich folgenden <a href="http://pudo.org/2009/01/DiKo/SC_Suhrkamp.pdf">Ausschnitt aus einem Suhrkamp-Band von Bourdieu</a> empfehlen, obwohl seine hier vorgestellte Definition wesentlich engeschränkter und weniger präzise ist.</li>
<li>&#8220;<a href="http://pudo.org/2009/01/DiKo/SC_Network.pdf">The Network Structure of Social Capital</a>&#8221; (Burt, 2000): hier wird eine direkte Beziehung zwischen Netzwerktheorie und Sozialkapital hergestellt.</li>
<li>Lin, 2001: Social Capital: A Theory of Social Structure and Action, Cambridge U. Press: Umfangreiches &#8220;Standardwerk&#8221; zum Thema.</li>
</ul>
<p>Topologien für Soziale Netzwerke:</p>
<ul>
<li><strong>Zentralisierte Systeme</strong>: <a href="http://developers.facebook.com/connect.php">Facebook Connect</a>, <a href="http://developer.myspace.com/Community/blogs/devteam/archive/2008/12/09/introducing-the-myspace-open-platform-and-myspaceid.aspx">MySpace ID</a>, <a href="https://accountservices.passport.net/ppnetworkhome.srf?vv=600&amp;lc=1033">Microsoft Passport</a></li>
<li><strong>Dezentralisierte Standards</strong>:</li>
<li><a href="http://openid.net/what/">OpenID</a></li>
<li><a href="http://oauth.net/">OAuth</a></li>
<li><a href="http://microformats.org/">Microformats</a>: <a href="http://microformats.org/wiki/hcard">hCard</a>, <a href="http://gmpg.org/xfn">XFN</a></li>
<li><a href="http://www.foaf-project.org/">FoaF</a></li>
<li><a href="http://portablecontacts.net/">PortableContacts</a></li>
<li><a href="http://xmpp.org/">XMPP (aka Jabber)</a></li>
<li>tbd. <a href="http://therealmccrea.com/2009/01/08/live-blogging-from-the-activity-streams-meetup/">Activity Streams</a></li>
<li><a href="http://web.resource.org/rss/1.0/">RSS</a>/<a href="http://bitworking.org/projects/atom/draft-ietf-atompub-protocol-06.html">Atom</a></li>
<li><a href="http://www.socialtext.net/ssa/index.cgi?whuffie">Whuffie</a> (Konzept aus <a href="http://craphound.com/down/download.php">Down and out in the Magic Kindom</a> v. <a href="http://boingboing.net/">C. Doctorow</a>)</li>
<li><a href="https://github.com/">GitHub</a>: Dezentrale Dateiverwaltung (i.e. Code), siehe auch: <a href="http://git-scm.com/">Git</a>, <a href="http://www.selenic.com/mercurial/wiki/">Mercurial</a>, <a href="http://bazaar-vcs.org/">Bazaar</a></li>
<li>insgesamt: <a href="http://code.google.com/apis/opensocial/">OpenSocial</a> (Google), <a href="http://diso-project.org/">DiSo</a> (ein paar deutsche Hacker), <a href="http://appleseed.sourceforge.net/">Appleseed</a></li>
</ul>
<p>Datenschutz und Privatsphäre:</p>
<ul>
<li>Plomlompom auf dem 25C3: <a href="http://events.ccc.de/congress/2008/Fahrplan/attachments/1222_postprivacy.pdf">Embracing Post-Privacy</a></li>
<li>Facebook: <a href="http://works.bepress.com/cgi/viewcontent.cgi?article=1019&amp;context=james_grimmelmann">Privacy</a></li>
<li>Def. <a href="http://plato.stanford.edu/entries/privacy/">Privacy (Stanford Dictionary of Philosophy)</a></li>
<li><a href="http://wearcam.org/sousveillance.htm">Sousveillance</a> vs. <a href="http://wearcam.org/anonequity.htm">Equiveillance</a> </li>
</ul>
<p><span> </span></p>
<p><span> </span></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://pudo.org/blog/2009/01/diko-you-who-notizen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>DiKo: pädagogisches Potpourri</title>
		<link>http://pudo.org/blog/2008/10/diko-padagogisches-potpourri/</link>
		<comments>http://pudo.org/blog/2008/10/diko-padagogisches-potpourri/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 28 Oct 2008 13:22:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friedrich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neue neue neue Medien]]></category>
		<category><![CDATA[blabla]]></category>
		<category><![CDATA[blamieren2.0]]></category>
		<category><![CDATA[bullshyt]]></category>
		<category><![CDATA[digitale kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[ranting]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://pudo.org/blog/?p=46</guid>
		<description><![CDATA[Meine Blogs fange ich gerne an indem ich sage worum es geht. Diesmal ist das nicht ganz einfach. Um eine Vorlesung, das wissen wir. Und um Sozialwissenschaft. Irgendwie. 
Vielmehr werde ich leider wohl nicht mitnehmen aus der zweiten Realvorlesung zur digitalen Kommunikation. Dabei kam noch einiges mehr zur Sprache, z.B. eine &#8211; was sag ich? zwei! [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Meine Blogs fange ich gerne an indem ich sage worum es geht. Diesmal ist das nicht ganz einfach. Um eine <a href="http://www.tu-ilmenau.de/fakmn/uploads/media/VL2.pdf">Vorlesung</a>, das wissen wir. Und um Sozialwissenschaft. Irgendwie. </p>
<p>Vielmehr werde ich leider wohl nicht mitnehmen aus der zweiten Realvorlesung zur digitalen Kommunikation. Dabei kam noch einiges mehr zur Sprache, z.B. eine &#8211; was sag ich? zwei! &#8211; Taxonomie(n) der modernen Wissenschaft, Searles&#8217; Sprechakttheorie, einige Theorien von Prof. Döring zur (digitalen) Identität und, wo wir grade dabei sind, Medienwahlmodelle. Zu jedem dieser Themen haben wir &#8211; in starken 66 Minuten &#8211; etwa so viel gehört wie man eben dem jeweils zutreffenden Wikipedia-Artikel im Abschnitt über dem Knick entnehmen kann. Dass wir die meisten dieser Themen in den ersten beiden Semestern unseres Studiums schon mal (ausführlicher) behandelt hatten ist sicher auch kein Zufall. </p>
<p>Das Dilemma lässt sich, vermute ich, auf den Begriff der <em>Interdisziplinarität </em>zurückführen. Und so sehr ich davon begeistert bin, das Thema digitale Kommunikation interdisziplinär anzugehen: es ist zu umfangreich. Digitale Kommunikation ist Träger der drittgrößten Industrie dieses Planeten, Konsument unserer wachen Zeit, Thema des Studiums AMW. Also muss man sich etwas heraussuchen: Mensch-Maschine Interaktion. Mensch-Mensch Interaktion. Digitales Wirtschaften (can you say Finanzkrise? Scheinbar wurden die Credit Default Swaps welche AIG in die Insolvenz geworfen haben per Instant Messenger abgeschlossen). Digitale Kooperation. Und dieses Thema muss dann aus drei (oder mehr) Winkeln angeleuchtet werden. </p>
<p>Was wir heute erlebt haben war das genaue Gegenteil: hundert Themen wurden mit dem Suchscheinwerfer sozialwissenschaftlichen Vokabulars überflogen, nicht einmal mit dem Hämmerchen theoretischer Kritik angekratzt. Für die KW 45 und 46 ist das gleiche aus ökonomischer und technischer Perspektive angekündigt. Helfe uns Gott, wenn es da genauso zugeht und die ökonomischen Theorien aus BWL, VWL, Medienöknonomie oder Medienmanagement wieder in der Wikipedia-Fassung drankommen. Oder die Inhalte aus der Informationstechnik, Medientechnik, Telematik und den ElDoks. </p>
<p>Dabei stehen die Themenpakete auf dem <a href="http://amwiki.de/display/AMW/Digitale+Kommunikation">Plan</a>, um die es gehen sollte: Interaktivität. Soziale Beziehungen. Governance. Digital Divide und digital Natives. Jedes dieser Themen könnte man mit zwei oder drei Vorlesungen versehen. Tun wir noch commons-based peer production, die Frage nach den Nachrichten der Zukunft und ein wenig geistiges Eigentum in den Mix und es wird wirklich spannend. Und bitte hört mit diesem abtörnenden Vorspiel auf. </p>
<p>Abschliessend: ich finde es schade wenn sich das Gefühl, mit dem man in eine Vorlesung geht, zunehmend von intensivem Interesse in (ebenso intensive) Angst wandelt. Nicht nur macht es unbehaglich, in solch einer Vorlesung zu sitzen &#8211; die Idee, zu diesem diffusen Schlachtfeld der Ideen eine benotete Klausur zu schreiben ist regelrecht unheimlich. Das Problem ist nicht, nicht lernen zu wollen. Das Problem ist, nicht zu wissen was zu lernen ist. </p>
<p>Vielleicht sollten die zuständigen Lehrkräfte über eine alternative Prüfungsleistung nachdenken. Denn wenn ihr Teil des akademischen Spiels &#8211; eine Hürde aufzustellen &#8211; nicht geleistet wurde, dann ist es unfair von uns den Sprung zu erwarten.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://pudo.org/blog/2008/10/diko-padagogisches-potpourri/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
